Staubexplosionen sind ein stetiges Risiko bei der Mehlproduktion. Potenzielle Zündquellen lassen sich mit zertifizierten Schwingungssensoren an Prallauflösern frühzeitig erkennen und vermeiden, und ermöglichen proaktive Wartung in Ex-Zonen.
Ansgar KretschmerAnsgarKretschmerRedakteur der Fachmagazine CHEMIE TECHNIK und Pharma+Food
Prallauflöser von Miag überwacht mit Hauber-SensorenHauber-Elektronik
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Die Mehlproduktion ist ein zentraler Bestandteil der
globalen Lebensmittelindustrie. Doch hinter dem routinierten Mahlprozess lauert
eine oft unterschätzte Gefahr: Mehlstaub. In Verbindung mit Luft entsteht ein
explosionsfähiges Gemisch – ein Risiko, das jede Vermahlung begleitet.
Ein zentrales Aggregat im Mahlprozess sind Prallauflöser wie
das Modell VPAE des Anbieters Miag. Diese Geräte zerkleinern Mehlplättchen und
verbessern die Produktqualität durch eine rotierende Scheibe mit Stiften, die
das Produkt beschleunigen und mechanisch aufbrechen. Weitere Stifte am Gehäuse
verstärken diesen Effekt, während die Fliehkraft das zerkleinerte Material zum
tangentialen Produktaustritt transportiert. Die Maschine kann sowohl im freien
Fall als auch saugpneumatisch beschickt werden. Das bedeutet ein Plus an
Flexibilität für unterschiedliche Produktionsanforderungen.
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Prallauflöser mit SchwingungssensorHauber-Elektronik
Die hohe Drehzahl des Prallauflösers birgt jedoch auch
Risiken: Unwuchten durch Produktanhaftungen, Rotorbeschädigungen oder
Lagerprobleme können nicht nur die Maschine schädigen, sondern auch als
Zündquelle für explosionsfähige Mehl-Luft-Gemische wirken. Aus diesem Grund
sind Atex-konforme Schwingungssensoren essenziell. Sie messen die
Schwinggeschwindigkeit in mm/s gemäß DIN ISO 10816/20816 und erkennen
frühzeitig kritische Zustände. So wird proaktive Wartung möglich – und teure
Ausfälle oder Sicherheitsrisiken vermieden.
Atex-Sicherheit, weltweit exportfähig
Sensorhersteller Hauber-Elektronik bietet zur Überwachung
von Schwingungen präzise Sensoren mit Atex- und IECEx-Zertifizierung, geeignet
für Zone 21/22 (Staub) und
Zone 1/2 (Gas). Je nach
Anwendung stehen Varianten mit druckfester Kapselung (Ex d) oder
Eigensicherheit (Ex i) zur Verfügung. Darüber
hinaus verfügen die Sensoren über weitreichende internationale Ex-Zulassungen,
etwa für Nord- und Südamerika sowie Asien. Das erleichtert den weltweiten
Export von Maschinen und reduziert den Aufwand für zusätzliche Prüfungen und
Dokumentationen erheblich.
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Die Sensoren liefern auch unter schwierigen Bedingungen –
etwa bei Staubbelastung, Temperaturschwankungen oder Vibrationen – präzise und
reproduzierbare Messwerte. Ihre einheitliche Ausführung vereinfacht
Lagerhaltung, Dokumentation und Installation und sorgt für durchgängig sichere
Lösungen im gesamten Produktionsprozess.
Praxisnahe Integration und zuverlässige Überwachung
Die Schwingungssensoren sind vielseitig einsetzbar und bieten hohe Sicherheit und Zuverlässigkeit.Hauber-Elektronik
Die Schwingungssensoren werden direkt am Gehäuse des
Prallauflösers montiert. Sie sind in einem Winkel von 90° zur Antriebswelle
angebracht und werden mittels M8-Gewinde befestigt. Der elektrische Anschluss
erfolgt über einen M12-Stecker, was die Installation und Wartung besonders
einfach macht. Die Grenzwerte für die Schwinggeschwindigkeit werden individuell
für jede Maschine festgelegt, da die Grundschwingung je nach
Betriebsbedingungen variiert. Die Sensoren übertragen ihre Daten über einen
Analogausgang an die Maschinensteuerung, wodurch kritische Zustände frühzeitig
erkannt und Gegenmaßnahmen eingeleitet werden können.
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Mit Produkten wie dem HE05X, HE10X und HE20X deckt Hauber-Elektronik
ein breites Anwendungsspektrum ab – von der Lagerüberwachung bis zur
Integration in explosionsgeschützte Umgebungen. Die Sensoren sind
SIL-zertifiziert und ermöglichen eine zuverlässige Zustandsüberwachung, die
sowohl die Sicherheit als auch die Lebensdauer der Maschinen erhöht.
Entscheider-Facts
Die Schwingungsüberwachung von Prallauflösern ist ein
unverzichtbarer Bestandteil eines sicheren und effizienten
Vermahlungsprozesses.
Mit geeigneten Sensoren lassen sich nicht nur
Sicherheitsstandards einhalten, sondern auch Betriebskosten durch frühzeitige
Schadensprävention senken.
Die vorgestellte Lösung kombiniert technische Präzision,
internationale Ex-Zertifizierung und praxisnahe Integration für die
Mehlproduktion und viele weitere Anwendungen in explosionsgefährdeten
Bereichen.