Resistenzen überwinden

Novartis will Biotech-Unternehmen Myricx übernehmen

Novartis hat vor, 1,1 Mrd. US-Dollar zu bezahlen, um Myricx Bio zu kaufen. Das britische Biotech-Unternehmen hat eine neue Klasse von Antikörper-Wirkstoff-Konjugaten entwickelt, die möglicherweise die Einschränkungen bisheriger Wirkstoffklassen überwinden können.

Person in Schutzkleidung bedient Anlagen in einer Produktionshalle mit Edelstahlbehälter und Monitor.
Den Abschluss der Transaktion erwarten die Vertragspartner für die zweite Jahreshälfte 2026.

Die geplante Übernahme soll die Onkologie-Pipeline von Novartis stärken und das Entwickeln zielgerichteter Wirkstoffkonjugate der nächsten Generation mit neuen Wirkmechanismen vorantreiben. Der Ansatz von Myricx zielt darauf ab, einen differenzierten, krebsabtötenden Wirkstoff direkt in die Tumorzellen zu transportieren. Das britische Biotech-Unternehmen entwickelt zwei führende Kandidaten, die gegen die Zielstrukturen B7-H3 und HER2 gerichtet sind.

NMT ist ein Enzym, das die Funktion wichtiger Proteine innerhalb von Zellen unterstützt, was entscheidend für das Wachstum und das Überleben von Krebszellen ist. Indem er NMT hemmt, unterbindet der Wirkstoff des britischen Biotech-Unternehmens kritische Prozesse, auf die Krebszellen angewiesen sind. Präklinische Daten deuten darauf hin, dass der NMTi-Wirkstoff eine breite Wirksamkeit bei soliden Tumoren aufweisen könnte – einschließlich TOPO-1-resistenter Modelle – und einen effektiveren Einsatz von Antikörper-Wirkstoff-Konjugaten in Situationen ermöglicht, in denen bisherige Wirkstoffklassen an ihre Grenzen stoßen.

Den Abschluss der Transaktion erwarten die Vertragspartner für die zweite Jahreshälfte 2026. Neben dem Kaufpreis könnten von Seiten Novartis potenziell noch Meilensteinzahlungen von bis zu 400 Mio. US-Dollar fällig werden.