Stärkt Sarstedt als Standort für Engineering und Technologie
GEA verlagert Biotech-Zentrum von Hildesheim nach Sarstedt
GEA hat sein Application and Technology Center für Biotechnologie und New Food von Hildesheim nach Sarstedt verlagert. Am neuen Standort hat das Unternehmen 4 Mio. Euro investiert, um eine Halle für das Technologiezentrum umzubauen.
Anwender können von der ersten Pilotphase bis zur Planung einer industriellen Anlage auf dasselbe Team zurückgreifen.
GEA
Das Application
and Technology Center (ATC) arbeitet seit 2023, drei Jahre Pilotbetrieb und
Kundenprojekte fließen direkt in die Arbeit in Sarstedt ein. Das Zentrum unterstützt
Unternehmen aus der Lebensmittel-, Zutaten- und Biotechnologiebranche dabei,
Produktionsprozesse für Präzisionsfermentation, Zellkultivierung und weitere biotechnologische Anwendungen im Pilotmaßstab zu entwickeln und zu testen.
Für das ATC
hat GEA eine Halle auf dem Gelände der GEA Liquid Technologies umgebaut. Das
Unternehmen bündelt Kompetenzen in der Flüssigkeits- und Prozesstechnologie für
alkoholfreie Getränke, Milchverarbeitung und nun auch für New Food. Mit dem
Zusammenführen rückt das Technologiezentrum direkt an die vorhandene Ingenieur-
und Prozesskompetenz in Sarstedt heran. Kunden, die ihre biotechnologischen
Verfahren im Zentrum testen, können von der ersten Pilotphase bis zur Planung
einer industriellen Anlage auf dasselbe Team zurückgreifen.
Wofür
braucht es Technologiezentren?
Der Schritt
vom Labor in die industrielle Produktion gehört zu den anspruchsvollsten Phasen
beim Entwickeln biotechnologischer Prozesse. Ein Organismus kann im Labor ein
gewünschtes Produkt herstellen, eine Zelllinie kann wachsen und ein erster
Prototyp kann überzeugen. Ob daraus ein wirtschaftlich tragfähiger Prozess
wird, zeigt sich jedoch erst bei der Übertragung in größere und stärker
integrierte Prozessschritte.
Im ATC können Unternehmen früh prüfen, ob sich ein
Verfahren stabil wiederholen lässt und welche Produktqualität erforderlich ist.
Dafür verbindet das Unternehmen Bioreaktoren im Bereich von 50 bis 500 l mit
vor- und nachgelagerten Prozessschritten: Vorbereiten der Nährmedien,
Separation der Zellmasse, Filtration, hygienische Prozessführung und
Automatisierung. Das schafft eine belastbarere Grundlage für die nächste
Entwicklungsstufe etwa für Pilotierung mit Lebensmittelzulassung, die
Zusammenarbeit mit Produktionspartnern oder das Planen einer industriellen
Anlage.