Integration von Entwicklung bis zur kommerziellen Fertigung

Codis übernimmt Catalent-Standort in Nottingham

Das Auftragsentwicklungs- und Fertigungsunternehmen Codis hat die Übernahme des Standorts von Catalent in Nottingham, Großbritannien, abgeschlossen. Mit diesem Schritt baut Codis sein europäisches Netzwerk für Sprühtrocknung deutlich aus.

Digitales Laborgerät in sauberem Biotech-Labor mit Forschenden im Hintergrund

Durch die Akquisition integriert Codis die Expertise des Standorts Nottingham in den Bereichen Entwicklung von oralen festen Darreichungsformen (OSD), Analytik, klinische Versorgung und kommerzielle Kleinserienfertigung in sein bestehendes Portfolio. Das Team in Nottingham bringt dabei mehr als zwei Jahrzehnte Erfahrung in der Formulierung und klinischen Belieferung in die Organisation ein.

Codis schafft damit nach eigenen Angaben eines der umfassendsten Angebote der Region für die pharmazeutische Entwicklung und Herstellung. In Kombination mit dem Codis-Standort in Haverhill, der auf die großindustrielle Sprühtrocknung spezialisiert ist, entsteht ein durchgängiger Pfad für Kunden: von der frühen Entwicklungsphase über klinische Prüfpräparate bis hin zur kommerziellen Produktion von Zwischenprodukten und fertigen Darreichungsformen.

Strategischer Ausbau und Fokus auf Bioverfügbarkeit

Nicolas Fortin, CEO von Codis, betonte, dass diese integrierte Lösung es Kunden ermögliche, den Übergang von der Entwicklung zur kommerziellen Fertigung mit größerer Geschwindigkeit und Kontinuität zu vollziehen. Matthew Streeter, General Manager des neu erworbenen Standorts, wird zudem in das Executive Team von Codis berufen.

Die Übernahme ergänzt die laufenden Investitionen von Codis am Standort Haverhill. Dort wird derzeit eine neue großindustrielle Sprühtrocknungsanlage vom Typ GEA Pharma-SD PSD-4 installiert, deren Validierung für das Jahr 2027 geplant ist. Laut Steve Facer, SVP Sales & Marketing bei Codis, bietet das Unternehmen damit eine differenzierte Lösung für den Markt an, insbesondere für Kunden, die an der Verbesserung der Bioverfügbarkeit schwer löslicher Moleküle arbeiten. Durch die Bündelung aller Schritte innerhalb eines Qualitätssystems sollen Marktrisiken minimiert und Entwicklungszeiten verkürzt werden.