Biomasse-Fermentation aus Agrar-Nebenströmen
Microharvest baut Proteinproduktion im Chemiepark Leuna
Microharvest will im Chemiepark Leuna eine Produktionsanlage für Proteine mit einer Jahreskapazität von 15.000 Tonnen errichten. Für die Biomasse-Fermentation hat das Biotech-Unternehmen vor, regionale Nebenströme der Agrar- und Lebensmittelwirtschaft zu nutzen.
Produktionsbeginn soll nach aktuellem Stand in zwei Jahren sein.
Microharvest
Mit der in Leuna
geplanten Anlage plant Microharvest, seine Fermentationstechnologie aus dem Pilotmaßstab
in die industrielle Umsetzung zu bringen. Dafür will das Biotech-Unternehmen
einen mittleren zweistelligen Millioneneurobetrag investieren. Zusätzlich hat
es einen Zuwendungsbescheid über knapp 5,5 Mio. Euro aus der Bundesförderung
für Energie- und Ressourceneffizienz in der Wirtschaft erhalten. Produktionsbeginn
soll nach aktuellem Stand in zwei Jahren sein.
Ausschlaggebend für die Entscheidung, die Anlage in
Leuna zu bauen, waren die vorhandene Infrastruktur, die Versorgungssysteme sowie
die Nähe zu landwirtschaftlichen Wertschöpfungsketten und
Verarbeitungsbetrieben; denn regionale Akteure aus der Agrar- und
Verarbeitungskette sind als Lieferanten der Nebenströme vorgesehen. Als
Rohstoffbasis will das Biotech-Unternehmen agrarische Nebenströme, vor allem
Melasse, nutzen. Die regionale Verfügbarkeit soll kurze Transportwege
ermöglichen und eine stabile, lokale Lieferkette unterstützen.