Biologika-Werk mit "Digital-First"-Ansatz
UCB plant 2-Milliarden-Dollar Investition in Georgia
Das belgische Biopharma-Unternehmen UCB plant im US-Bundesstaat Georgia sein erstes großes Werk in den USA. Das Projekt mit einer Investitionssumme von rund 2 Mrd. US-Dollar ist ein zentraler Bestandteil der US-Expansionsstrategie von UCB.
(Bild: KI-generiert mit Dall-E / OpenAI)
Der neue Campus soll im Innovationsbezirk Rowen in Gwinnett
County auf einer Fläche von etwa 32 ha entstehen. UCB setzt dabei auf einen „Digital-First“-Ansatz:
Die Produktion soll durch den Einsatz von KI, Robotik und Automatisierung
geprägt sein, während gleichzeitig auf eine hohe Ressourceneffizienz geachtet
wird. Nach der Inbetriebnahme soll das Werk rund um die Uhr (24/7) komplexe
Biologika primär für den US-Markt produzieren.
Das Bauvorhaben stellt die größte Investition in der
Geschichte von Gwinnett County dar. Es wird erwartet, dass das Projekt eine
wirtschaftliche Gesamtwirkung von etwa 5 Mrd. US-Dollar generiert. In der
Anlage sollen etwa 330 dauerhafte, hochqualifizierte Arbeitsplätze entstehen;
hinzu kommen mehr als 1.000 Arbeitsplätze während der Bauphase.
Strategische Standortwahl
Die Entscheidung für Georgia fiel aufgrund der Nähe zum
bestehenden US-Hauptsitz in Atlanta sowie des Zugangs zu einem starken
Ökosystem aus Forschung und Fachkräften. Der Standort Rowen liegt strategisch
günstig zwischen dem Georgia Institute of Technology und der University of
Georgia, was UCB den Zugriff auf einen talentierten Pool an Wissenschaftlern
und Ingenieuren ermöglicht.
Jean-Christophe Tellier, CEO von UCB, betonte, dass diese
Investition das Vertrauen in das langfristige Wachstum des Unternehmens und das
Engagement für den US-Markt widerspiegle. UCB verzeichnete zuletzt ein starkes
Wachstum mit einer Umsatzsteigerung von 26 % im vergangenen Jahr auf 7,74 Mrd. Euro.