Ausbau der Produktions-, Forschungs- und Entwicklungspräsenz

Novartis: 23 Milliarden Dollar für zehn Anlagen in den USA

Novartis hat vor, über die nächsten fünf Jahre 23 Mrd. US-Dollar in zehn Anlagen in den USA zu investieren, wovon das Unternehmen sieben neu bauen will. Anfang Mai 2026 kündigte es den Standort der siebten neuen Anlage an: Morrisville im US-Bundesstaat North Carolina.

Novartis hat vor, über die nächsten fünf Jahre 23 Mrd. US-Dollar in zehn Anlagen in den USA zu investieren, wovon das Unternehmen sieben neu bauen will. Das soll ermöglichen, die wichtigsten Medikamente durchgängig in den USA zu produzieren.
Fachkräfte an einer Produktionslinie für Radioliganden-Therapie in Indianapolis im US-Bundesstaat Indiana.

Update vom 07. Mai 2026: Novartis hat vor, eine neue Anlage in Morrisville im US-Bundesstaat North Carolina zu bauen. Der Schwerpunkt dieser Einrichtung soll auf der Produktion pharmazeutischer Wirkstoffe (API) für feste Darreichungsformen wie Tabletten und Kapseln sowie für RNA-Therapeutika liegen. Die Anlage erweitert die Präsenz des Unternehmens in North Carolina auf nunmehr fünf Einrichtungen an drei verschiedenen Standorten.

Mit dieser Ankündigung plant der Pharmakonzern bereits seine siebte neue Anlage innerhalb eines Jahres nach der Bekanntgabe seiner 23 Mrd. US-Dollar umfassenden Investition in US-basierte Produktion, Forschung und Entwicklung:

  • Februar 2026: Spatenstich für ein neues biomedizinisches Forschungszentrum in San Diego, Kalifornien; hiermit wird die US-Forschungspräsenz – ergänzend zum Standort Cambridge, Massachusetts – ausgebaut und die Entdeckung neuer Therapien in verschiedenen Krankheitsbereichen, darunter Neurowissenschaften und Onkologie, gefördert.
  • Februar 2026: Ankündigung einer neuen Produktionsstätte in Denton, Texas, zum Herstellen von Radioligandentherapien (RLT) für Krebspatienten; damit wird das landesweite RLT-Netzwerk des Pharmakonzerns auf insgesamt fünf Standorte erweitert.
  • Januar 2026: Ankündigung einer neuen RLT-Produktionsstätte für Krebstherapien in Winter Park, Florida.
  • Dezember 2025: Spatenstich für ein zentrales Vorzeigewerk in North Carolina; der Standort wird künftig die Produktion und Verpackung fester Darreichungsformen (Tabletten und Kapseln) sowie von Biologika für Therapien in den Bereichen Onkologie, Immunologie, Neurowissenschaften sowie Herz-Kreislauf-, Nieren- und Stoffwechselerkrankungen übernehmen.
  • November 2025: Eröffnung einer neuen RLT-Produktionsstätte für Krebstherapien in Carlsbad, Kalifornien.
  • Laufend: Erweiterung bestehender RLT-Standorte in Indianapolis, Indiana, und Millburn, New Jersey, um die aktuelle und künftige Nachfrage nach diesen Krebstherapien zu decken.

Ursprüngliche Meldung vom 14. April 2025: Mit der Investition plant Novartis, seine Produktions-, Forschungs- und Entwicklungspräsenz in den USA auszubauen. Ziel des Unternehmens ist es, sicherzustellen, dass es alle wichtigen Medikamente für US-Patienten direkt im Land herstellen kann. Unter anderem ist es dem Unternehmen mit der Investition möglich, seine siRNA-Technologie zum ersten Mal in den USA herzustellen.

Konkret will das Schweizer Unternehmen in den nächsten fünf Jahren folgende Projekte in den USA angehen:

  • Ein Zentrum für biomedizinische Forschung in San Diego, Kalifornien, für 1,1 Mrd. Dollar einrichten, das zwischen 2028 und 2029 eröffnet werden soll
  • Vier neue Produktionsstätten in noch festzulegenden Bundesstaaten bauen, von denen drei für das Herstellen von biologischen Wirkstoffen, Arzneimitteln, Geräten und Verpackungen und eine für das Herstellen von chemischen Wirkstoffen vorgesehen sind
  • Zwei neue Produktionsstätten für die Radioliganden-Therapie (RLT) in Florida und Texas bauen
  • Drei RLT-Produktionsstätten in Indianapolis (IN), Millburn (NJ) und Carlsbad (CA) ausbauen