Inkompatible Wirkstoffe gemeinsam verabreichen

Piramal Pharma entwickelt Tabletten-in-Kapsel-Darreichungsform

Der Auftragshersteller Piramal Pharma Solutions hat eine Darreichungsform für Arzneimittel entwickelt, für die er drei Tabletten gemeinsam in einer Kapselhülle platziert. Dies ermöglicht differenzierte Freisetzungsprofile.

Hände in blauen Handschuhen halten Medikamentenkapsel
Bei der üblichen zweigeteilten Hartkapsel werden Wirkstoffe zusammen mit Hilfsstoffen in Form von Pellets, Granulat oder Pulver abgefüllt.

Piramal Pharma Solutions hat an seinen Standorten im indischen Ahmedabad und Pithampur ein Tabletten-in-Kapsel-Arzneimittelabgabesystem entwickelt, skaliert und in die kommerzielle Herstellung überführt. Das Entwicklungszentrum des Auftragsherstellers in Ahmedabad startete das Projekt und übergab die Arbeiten innerhalb von rund fünf Monaten an dessen Produktionsstandort Pithampur. Dazu gehörte auch das Entwickeln der drei Tabletten, die gemeinsam in einer Kapselhülle platziert werden.

Piramal's Tablet-in-Capsule Technology
Drei Tabletten gemeinsam in einer Kapselhülle.

Bei der üblichen zweigeteilten Hartkapsel werden Wirkstoffe zusammen mit Hilfsstoffen in Form von Pellets, Granulat oder Pulver abgefüllt. Diese Form ermöglicht eine schnelle Aufnahme, bietet jedoch begrenzte Flexibilität beim Dosieren und eignet sich nur eingeschränkt für komplexe Freisetzungsprofile.

Die Tabletten-in-Kapsel‑Technologie kombiniert dagegen mehrere getrennt entwickelte Tabletten oder Minitabletten in einer Kapsel. Unterschiedliche Beschichtungen ermöglichen variierbare Freisetzungsprofile einzelner oder mehrerer Wirkstoffe. Zudem lassen sich voneinander inkompatible Wirkstoffe auf diese Weise gemeinsam verabreichen, was die Einnahme für Patienten vereinfachen kann.

Brad Gold, Leiter der globalen Formulierungsforschung des Auftragsherstellers, erklärte, dass diese Technologie flexible Dosierungen und differenzierte Freisetzungsprofile ermögliche und die Stabilität einzelner Formulierungen verbessern könne.