Antikörper zum Behandeln von Nahrungsmittelallergien

GSK will RAPT Therapeutics übernehmen

GSK hat vor, das US‑Biopharmaunternehmen RAPT Therapeutics zu übernehmen. Damit erhielte der Pharmakonzern Zugriff auf den Anti-IgE-Antikörper Ozureprubart, um Nahrungsmittelallergien vorbeugend zu behandeln.

GSK hat vor, das US‑Biopharmaunternehmen RAPT Therapeutics zu übernehmen. Damit erhielte der Pharmakonzern Zugriff auf den Anti-IgE-Antikörper Ozureprubart, um Nahrungsmittelallergien vorbeugend zu behandeln.
Den Abschluss der Transaktion erwarten die Geschäftspartner im ersten Quartal 2026.

GSK hat eine endgültige Vereinbarung zur Übernahme von RAPT Therapeutics abgeschlossen. Finanziell sieht die Vereinbarung eine Zahlung von 58 US-Dollar je Aktie vor, was einem geschätzten Unternehmenswert von 2,2 Mrd. US-Dollar entspricht. Unter Berücksichtigung vorhandener Barmittel beläuft sich die Anfangsinvestition des britischen Pharmakonzerns auf rund 1,9 Mrd. US-Dollar. Den Abschluss der Transaktion erwarten die Geschäftspartner im ersten Quartal 2026.

Mit der Akquisition erhält der Pharmakonzern die globalen Rechte am Antikörper Ozureprubart, mit Ausnahme von Festlandchina, Macau, Taiwan und Hongkong. Das Mittel befindet sich in einer Phase-IIb-Studie zur präventiven Behandlung von Nahrungsmittelallergien.

Ozureprubart ist ein lang wirkender Anti-Immunoglobulin-E-Antikörper. Dies gilt als guter therapeutischer Ansatzpunkt, da 94 % der schweren Nahrungsmittelallergien auf IgE-vermittelten Reaktionen beruhen. Der derzeitige Standard in der Anti-IgE-Behandlung erfordert Injektionen alle zwei bis vier Wochen. Der Antikörper des US‑Biopharmaunternehmens soll eine Dosierung im Abstand von zwölf Wochen ermöglichen und könnte damit die Anwendung vereinfachen.

Daten aus der laufenden Phase-IIb-Studie werden 2027 erwartet. Die anschließenden Phase-III-Studien sollen Erwachsene und Kinder mit erhöhtem Risiko einschließen. In den USA sind über 17 Mio. Menschen von Nahrungsmittelallergien betroffen, mehr als 1,3 Mio. davon erleiden schwere Reaktionen, die jährlich zu über drei Millionen medizinischen Notfällen führen.