Modulare MES-Plattform für die Prozessindustrie

HYDRA X for Process adressiert zentrale Herausforderungen

Weg von Datensilos, hin zu voller Kontrolle: HYDRA X for Process vereint MES, Rückverfolgbarkeit, Compliance und hybride Produktionssteuerung in einer modularen Plattform für die Prozessindustrie.

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Verpackte Lebensmittel auf einem Förderband in einer Produktionsanlage.
Digitale Lösungen für die Prozessindustrie vereinen idealerweise auch Abläufe wie zum Beispiel das Verpacken von Lebensmitteln in einer MES-Plattform.

Chargenprozesse müssen lückenlos dokumentiert, Rohstoffe exakt nachverfolgt und Rezepturen unter wechselnden Bedingungen stabil umgesetzt werden. Gleichzeitig erschweren Insellösungen und fehlende Datendurchgängigkeit die Steuerung vom Rohstoffeingang bis zum fertigen Produkt. HYDRA X for Process setzt genau hier an und vereint Prozessindustrie und diskrete Fertigung in einer integrierten Plattform – für eine durchgängige digitale Abbildung komplexer Produktionsprozesse.

 Viele Unternehmen digitalisieren zwar ihre Prozesse, nutzen ihre Daten aber nicht konsistent – und das hat Auswirkungen. Datensilos und ein fehlender durchgängiger Datenaustausch sind noch immer schwerwiegende zentrale Hemmnisse für die Digitalisierung der Produktion. Diese Aussagen belegen die Macher des Reports „Industrie 4.0 Barometer 2025“ von MHP und der LMU München.

Parallel dazu wächst der Handlungsdruck in der Produktion weiter: Energie- und Rohstoffkosten steigen, neue regulatorische Anforderungen müssen umgesetzt werden, Lieferketten bleiben volatil. Zudem stehen Produktionsverantwortliche vor der Aufgabe, Ausschuss zu reduzieren, schneller auf Veränderungen zu reagieren und dennoch profitabel zu fertigen. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an Rückverfolgbarkeit und Dokumentation – insbesondere in regulierten Branchen wie Chemie, Pharma oder Lebensmittel.

Heterogene Systeme erschweren die Umsetzung

In der Praxis zeigt sich, dass viele Unternehmen mit historisch gewachsenen Systemlandschaften arbeiten. Maschinen, Anlagen und IT-Systeme sind oft nur teilweise integriert, Daten liegen in Silos vor. Produktionsleiter können dadurch nur eingeschränkt Entscheidungen treffen, IT-Leiter haben einen hohen Integrations- und Wartungsaufwand und Geschäftsführer müssen die wirtschaftliche Stabilität des Produktionsbetriebs sichern. Dabei weisen die Märkte der Prozessindustrie ein deutliches Wachstumspotenzial auf.

Eine Studie von Global Market Insights zeigt, dass beispielsweise der europäische Markt für Lebensmittelrückverfolgbarkeit bereits 2024 ein Volumen von über 4,1 Milliarden US-Dollar überschritten hat – Tendenz steigend. Treiber ist unter anderem das wachsende Interesse an Produkt-Sicherheit, die eine präzise Dokumentation und Nachvollziehbarkeit entlang der gesamten Wertschöpfungskette nach sich ziehen.

Plattformansatz statt isolierter Systeme

Vor diesem Hintergrund rücken Plattformkonzepte wie HYDRA X for Process von MPDV in den Vordergrund. Der Fertigungs-IT-Spezialist verfolgt dabei einen Ansatz, der klassische MES-Strukturen flexibel und herstellerunabhängig erweitert.

Im Zentrum der Lösung steht dabei die Manufacturing Integration Platform (MIP) als Integrations- und Datenebene. Sie verbindet Maschinen, Anlagen und übergeordnete Systeme und stellt eine konsistente Datenbasis bereit. Dadurch lassen sich Produktionsdaten in Echtzeit erfassen, auswerten und nutzen. Die offene Architektur erlaubt die Integration bestehender Systeme und die gezielte Erweiterung um zusätzliche Anwendungen. Dies reduziert Abhängigkeiten von einzelnen Anbietern und unterstützt eine strukturierte Weiterentwicklung der Produktionsumgebung.

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mApps ermöglichen modulare Erweiterung

Ein zentrales Element des Konzepts sind sogenannte mApps (Manufacturing Apps). Dabei handelt es sich um spezialisierte Softwareanwendungen, die einzelne Funktionen innerhalb der Produktion abbilden, etwa im Bereich Auftragsmanagement, Qualitätssicherung oder Materialfluss, aber auch Künstlicher Intelligenz. Unternehmen können diese Anwendungen gezielt kombinieren und ihre Systemlandschaft schrittweise erweitern. Gleichzeitig lassen sich eigene Anwendungen integrieren, wodurch auch branchenspezifische Anforderungen umsetzbar bleiben, wie etwa im Pharmabereich die Einhaltung der Richtlinien GMP (Good Manufacturing Practice) oder FDA 21 CFR Part 11 (Teil des Code of Ferderal Regulations).

Integration hybrider Produktionsprozesse

Ein zentrales Thema in vielen Industrien ist die zunehmende Verschmelzung von Prozess- und diskreter Fertigung. Besonders in der Pharmaindustrie treffen kontinuierliche oder chargenbasierte Prozesse auf diskrete Abläufe wie Abfüllung oder Verpackung. Da traditionelle MES-Systeme diese Welten trennen, müssen in der Regel, mehrere spezialisierte Lösungen parallel betrieben werden. Die Folge sind Medienbrüche, ein erhöhter Integrationsaufwand sowie steigende Kosten und Risiken.

HYDRA X for Process verfolgt hier einen integrativen Ansatz. Die Plattform ermöglicht es, kontinuierliche, diskrete und hybride Produktionsprozesse in einem System abzubilden und zu steuern. Veränderungen in der Produktionsstruktur lassen sich innerhalb der bestehenden Systemlandschaft umsetzen, ohne dass ein Systemwechsel erforderlich ist.

Workflow-basierte Steuerung und Compliance

Für die Abbildung komplexer Prozesse setzt die Lösung auf ein integriertes Workflow-Management. Arbeitsabläufe können modelliert, automatisiert und in Echtzeit gesteuert werden. Dank grafischer Low-Code-Tools und geführter Prozesse können Mitarbeitende Anpassungen auch ohne profunde Programmierkenntnisse vornehmen. Funktionen wie Audit-Trails, elektronische Signaturen oder definierte Prüfmechanismen ermöglichen regulatorische Anforderungen einzuhalten, wie etwa im pharmazeutischen Umfeld.

Anwendungen wie Rezeptmanagement oder die digitale Abbildung von Misch- und Dosierprozessen erweitern die Funktionen. Damit wird eine durchgängige Dokumentation ohne Medienbrüche entlang des gesamten Produktionsprozesses möglich.

Anpassungsfähigkeit als zentraler Erfolgsfaktor

Da die Märkte von einer hohen Dynamik geprägt sind, spielt die Anpassungsfähigkeit der Systeme eine zunehmende Bedeutung.

Die modulare Architektur von HYDRA X for Process unterstützt eine schrittweise Erweiterung – sowohl funktional als auch standortübergreifend. Unternehmen können ihre Systeme an veränderte Anforderungen anpassen, ohne bestehende Strukturen grundlegend ersetzen zu müssen.

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