Kühlwasserreinigungs-Anlage

Komplette Aufbereitungsmodule für Kühlanlagen helfen dabei, deren Leistungsfähigkeit zu
sichern.
(Bild: L&R Kältetechnik)

Entscheider-Facts

  • In Kühl- und Prozesswasser der Industrie kommt es zu vielfältigen Verunreinigungen.
  • Mit einer kompakten Aufbereitungseinheit lassen sich diese beherrschen.
  • Typische Einsatzfälle sind Maschinen- und Kühlkreisläufe.

Biofilme, Kesselstein, Kalk, Rost, Schlamm…: Die Liste der möglichen Verunreinigungen im Kühl- und Prozesswasser ist lang. Die Fremdstoffe und Ablagerungen beeinträchtigen die Leistungsfähigkeit der Wärmeübertragung ganz erheblich und gefährden durch Verschmutzungseintrag den Hauptprozess. Sie erhöhen den Wartungsaufwand und können zu Biofouling und Verkeimung durch organische Bestandteile im Kühlwasser führen.

Aus diesen Gründen hat L&R eine Aufbereitungseinheit entwickelt, die alle nötigen Komponenten enthält und sich modular an die individuellen Anforderungen und Umgebungsbedingungen anpassen lässt. Das gilt nicht nur in Kombination mit Neuanlagen, sondern auch für die Nachrüstung von Bestandsanlagen, in denen die Wasserqualität und der Zustand des Kühlkreislaufs meist zu wünschen übrig lassen.

Als Behandlungsmodul kommt eine kompakte Einheit zum Einsatz, die das Wasser permanent mit wechselnd-pulsierenden elektromagnetischen Feldern im niederfrequenten Bereich beaufschlagt. Dadurch werden kristalline Strukturen (Ablagerungen von Kalk und Korrosion) sowie Biofilme/ Verschlammungen im ge-samten Wasserkreislauf abgelöst und zunächst im Wasser gehalten. Die dauerhafte Wirksamkeit des Verfahrens wird u.a. dadurch sichergestellt, dass der Durchsatz sehr hoch ist. Die gesamte Wassermenge sollte innerhalb von einer Stunde das Modul durchströmen.

Messgerät und Display
Die chemiefreien Systeme zur kontinuierlichen Wasseraufbereitung lassen sich auch nachträglich in vorhandene (Kühl-)Anlagen integrieren. (Bild: L&R Kältetechnik)

Abscheidung durch Hochleistungsfilter

Entfernt werden die gelösten Verunreinigungen durch Hochleistungs-Industriefilter. Diese lassen sich je nach Belastung individuell kalibrieren, von feinstporigen Einsätzen bis zu Hochleistungskartuschen für den Dauerbetrieb. Das Modul arbeitet ohne Chemikalien und abgesehen von den Filterelementen auch wartungsfrei. Es sorgt für eine nachhaltige Verbesserung der Wasserqualität und damit – wenn es in Kühlkreisläufen eingesetzt wird – eine ebenso permanent hohe Effizienz bei der Wärme- bzw. Kälteübertragung.

Mit dem Einsatz dieses robusten und industriegerechten Wasseraufbereitungsmoduls können Anwender den Energieverbrauch senken und die Produktionssicherheit steigern. Nach den Erfahrungen von L&R amortisiert sich die Anschaffung eines solchen Moduls in maximal anderthalb Jahren. Eine individuelle Analyse des Einsparpotenzials und des Amortisationszeitraums kann anhand ausgewählter Produktions-Kennwerte (Anwendung, Durchfluss, aktuelle Kosten für Aufbereitung, Maschineneinsatzzeiten…) erstellt werden.

Bei der Nachrüstung: Frischwasser oder Durchspülen

Wenn das Aufbereitungsmodul in vorhandenen (Kälte-)Anlagen nachgerüstet wird, sollten die Kühlkreisläufe sauber sein. Das geschieht entweder durch den Austausch des Kühlwassers oder, besser noch, durch eine einmalige Reinigung mit dem (ebenfalls chemiefreien) Comprex-Verfahren. L&R bietet in Kooperation mit Hammann dieses mechanische Verfahren zur Entfernung von Biofilmen und Ablagerungen als Vorstufe für den Einsatz des Aufbereitungsmoduls an. Durch gezielte Wasser-/Druckluftimpulse werden Ablagerungen aus Rohrleitungen, Wärmetauschern und anderen Kühlmedium führenden Komponenten herausgespült. Das führt zu messbaren Verbesserungen bei Kennwerten wie zum Beispiel dem Wärmeübergang von Wärmeübertragern – und es bereitet die Grundlage für einen dauerhaft sauberen und leistungsfähigen Kühlkreislauf. Kühlwasseranalysen dokumentieren in der Vorher-/Nachherkontrolle den Effekt der Behandlung.

Typische Einsatzfälle des Aufbereitungsmoduls und des Reinigungsverfahrens sind die direkten Maschinenkreisläufe von Kunststoffmaschinen (Spritzguss und Extrusion) sowie Zirkulationskühlsysteme (Metallverarbeitung, Galvanik und Gebäudetechnik) und, ganz generell, fluidführende Kreisläufe.

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