Zunehmende Nachfrage nach Erbsenprotein
LDC startet Anlage für Erbsenprotein-Isolate in Kanada
Louis Dreyfus Company (LDC) hat eine Produktionsanlage für Erbsenprotein-Isolate (Pea Protein Isolate, PPI) im kanadischen Bundesstaat Saskatchewan in Betrieb genommen. Damit will LDC sein Geschäft mit höherwertigen, veredelten Produkten ausbauen.
Erbsenprotein-Produktion von LDC in Yorkton, Saskatchewan, Kanada.
LDC
Zu der Anlage am Standort Yorkton erklärte James
Zhou, Chief Commercial Officer und Leiter der Plattform Food & Feed
Solutions bei LDC: „Im
Rahmen unserer Strategie, die Erlöse über Value-Added-Produkte zu
diversifizieren, sind wir stolz darauf, unser Portfolio an
Erbsenprotein-Isolaten zu starten – basierend auf proprietärer Technologie, die
wir mit unseren eigenen F&E-Kapazitäten entwickelt haben.“ Das Vorhaben unterstreiche den Anspruch, „hochwertige,
nahrhafte und leistungsfähige pflanzenbasierte Zutaten“ bereitzustellen, die
sich an veränderte Kunden- und Verbraucherbedürfnisse anpassen.
Die neue Anlage skaliert die bestehende PPI-Produktion des
Unternehmens und soll LDC in die Lage versetzen, eine wachsende und zunehmend
differenzierte Marktnachfrage zu bedienen. Charles-Antoine Dubois, Global Head
of Plant Proteins bei LDC, verweist auf die zunehmende Nachfrage nach
Erbsenprotein aufgrund des „nicht-allergenen und nicht-GVO“-Status sowie der
vielseitigen Einsatzmöglichkeiten in Lebensmittelanwendungen. Das Unternehmen wolle
„geschmacksneutrale“ Erbsenprotein-Isolate anbieten, bezogen von nordamerikanischen
Landwirten und mit vollständiger Rückverfolgbarkeit entlang der Lieferkette. Neben Erbsenprotein plant LDC nach eigenen Angaben auch die
Vermarktung von Erbsenfasern sowie einer firmeneigenen Erbsenstärke, die am
Standort Yorkton hergestellt werden soll, unter anderem für Anwendungen in
Heimtierfutter sowie in der Bau- und Papierindustrie.
Der Standort liegt in einer der
weltweit größten Erbsen-Anbauregionen und befindet sich am Gelände eines
bestehenden Ölsaaten-Verarbeitungskomplexes von LDC. Bis Ende 2026 soll die
Anlage rund 60 Beschäftigte haben. Zudem stärke das Projekt die Präsenz des
Unternehmens in Kanada als strategisch wichtigem Markt.