Produktionsstart für 2028 geplant
Novartis baut neues Radioligandentherapie-Werk in Texas
Novartis will in Denton im Großraum Dallas–Fort Worth, Texas, eine neue Produktionsstätte für Radioligandentherapien errichten. Das Projekt gehört zu den Investitionen von insgesamt 23 Mrd. US-Dollar, die der Konzern im April 2025 in Aussicht gestellt hatte.
KI-generiert mit ChatGPT / OpenAI
Baubeginn der Anlage mit rund 4.300 m² soll noch 2026 sein, das Werk soll 2028 den Betrieb aufnehmen. Für Novartis wäre es das erste Produktionswerk in Texas und zugleich der fünfte Standort zur Herstellung von Radioliganden-Therapien (RLT) in den USA. Das Werk soll vor allem die Versorgung von Patientinnen und Patienten im Süden der USA unterstützen und zusätzliche Kapazitäten schaffen, während RLT in frühere Therapielinien und weitere Tumorindikationen vordringen.
RLT gelten als anspruchsvoll in Herstellung und Logistik: Jede Dosis ist individuell gefertigt und zeitkritisch, weshalb die räumliche Nähe zu Behandlungszentren eine zentrale Rolle spielt. Novartis verweist darauf, dass das bestehende Produktions- und Liefernetzwerk bislang ermöglicht habe, dass über 99 % der Dosen am geplanten Behandlungstag verabreicht werden konnten.
Der Standort Denton ergänzt ein bereits aufgebautes US-Netzwerk mit Anlagen in New Jersey, Indiana und Kalifornien; außerdem hatte Novartis zuletzt einen weiteren RLT-Standort in Florida angekündigt. Das Texas-Projekt ist Teil des angekündigten US-Investitionsprogramms über 23 Mrd. US-Dollar ; in den vergangenen zehn Monaten hat das Unternehmen bei mehreren neuen Produktions- und F&E-Projekten den Spatenstich gesetzt, Erweiterungen gestartet und weitere Standorte angekündigt.
Neben seinem RLT-Netzwerk in den USA baut Novartis auch Kapazitäten in Deutschland auf: Im NOvember 2025 meldete der Konzern, einen Standort zur Produktion von RLT in Halle an der Saale aufzubauen.