Neue Einheit für Biosimilar-Entwicklung, Herstellung und Versorgung
Sandoz trennt Biosimilar-Geschäft von klassischen Generika
Sandoz stellt sein Biosimilar-Geschäft organisatorisch neu auf und gründet eine globale Einheit für Entwicklung, Herstellung und Versorgung. Damit trennt das Unternehmen die Steuerung des Biosimilar-Bereichs stärker vom klassischen Generikageschäft.
Sandoz ordnet seine Organisation neu, um mit einer fokussierten Biosimilar-Strategie von auslaufenden Biopharma-Patenten zu profitieren.
KI-generiert mit ChatGPT / OpenAI
Die Leitung der neuen Organisation übernimmt Armin Metzger.
Er wechselt zum 1. April 2026 zu Sandoz und wird dort Präsident für Biosimilar
Development, Manufacturing & Supply sowie Mitglied des Executive Committee.
Metzger kommt von Ferring Pharmaceuticals und hatte zuvor auch
Führungsfunktionen bei Merck KGaA inne. Nach Angaben von Sandoz soll die neue
Struktur klarere Verantwortlichkeiten, schnellere Entscheidungen und eine
engere operative Ausrichtung ermöglichen.
Mit dem Schritt will sich Sandoz für die anstehende Welle
auslaufender Exklusivitäten bei Biopharmazeutika positionieren. Das Unternehmen
verweist auf ein Marktpotenzial von mehr als 650 Mrd. US-Dollar an
Arzneimitteln, die in den kommenden zehn Jahren ihren Patentschutz oder ihre
Exklusivität verlieren. Biosimilars gelten für Sandoz dabei als zentraler
Wachstumstreiber der nächsten Jahre.
Finanziell bleibt das Generikageschäft zwar das Rückgrat des
Konzerns: Im Geschäftsjahr 2025 entfielen 70 % des Nettoumsatzes auf Generika,
während Biosimilars 30 % beitrugen. Die Biosimilar-Umsätze stiegen 2025 auf 3,3
Mrd. US-Dollar, was währungsbereinigt einem Plus von 13 % entspricht. Sandoz
betont zugleich, dass die Neuausrichtung nichts an der Prognose für 2026 und
dem mittelfristigen Ausblick ändere.
Parallel zur Neuordnung passt Sandoz auch
Führungszuständigkeiten im Generika-Bereich an. Der Konzern verfolgt damit das
Ziel, das Biosimilar-Geschäft fokussierter auszubauen und zugleich das
volumenstarke Generika-Portfolio als zweite tragende Säule weiter zu stärken.