Positive Daten aus klinischer Phase-II-Studie
Roche meldet Erfolge mit Abnehm-Medikament Petrelintide
Der von Roche und Zealand Pharma entwickelte Wirkstoffkandidat Petrelintide hat in einer Phase-II-Studie bei Menschen mit Übergewicht deutliche Gewichtsreduktion bewirkt. Das Medikament soll eine mögliche Alternative zu GLP-1-Agonisten werden.
KI-generiert mit ChatGPT / OpenAI
Der Wirkstoff-Kandidat Petrelintide stammt aus einer Entwicklungs- und Vermarktungskooperation zwischen Roche und Zealand Pharma, die die beiden Pharmaunternehmen bereits im März 2025 vereinbart haben. Petrelintide hat in einer Phase-II-Studie bei Menschen mit Übergewicht und Adipositas eine mittlere Gewichtsreduktion von bis zu 10,7 % nach 42 Wochen erreicht. Gleichzeitig berichtet Roche über eine placeboähnliche Verträglichkeit und sieht damit Potenzial für den weiteren Einsatz als Monotherapie und in Kombinationstherapien. Der Wirkstoff wurde in der Studie einmal wöchentlich per Injektion verabreicht.
Roche hebt besonders die Verträglichkeit des Wirkstoffs hervor, die in der Studie zutage trat. Die am häufigsten berichteten Nebenwirkungen betrafen den Magen-Darm-Trakt und waren laut Roche überwiegend mild ausgeprägt. Zudem habe es kaum Abbrüche der Behandlung aufgrund von Unverträglichkeiten gegeben, die Abbruchrate wegen unerwünschter Ereignisse lag auf dem Niveau der Placebo-Kontrollgruppe. Auffällig sei auch, dass Frauen in der Studie deutlich mehr Gewicht verloren als Männer.
Für Roche ist der Kandidat Teil eines wachsenden kardiometabolischen Portfolios im stark umkämpften Markt für Adipositas-Therapien. Dieser wird derzeit beherrscht von den sogenannten "Abnehmspritzen" Wegovy / Ozempic und Zepbound / Mounjaro der Konzerne Novo Nordisk und Eli Lilly, die mittlerweile auch als Tabletten auf den Markt kommen sollen. Deren Wirkstoffe Semaglutid und Tirzepatid gehören zu den GLP-1-Rezeptoragonisten und wurden ursprünglich gegen Typ 2 Diabetes entwickelt. Petrelintide ist zwar ebenfalls auch als Diabetes-Medikament im Gespräch, folgt aber einem anderen Wirkmechanismus.