Kompetenzzentrum für Small Volume Parenterals

Abbvie investiert 1,4 Mrd. US-Dollar in Produktionscampus in North Carolina

Das Pharmaunternehmen Abbvie hat den Bau eines hochmodernen Standorts in Durham, North Carolina, angekündigt. Baubeginn soll noch 2026 sein, Fertigstellung und Inbetriebnahme sind für Ende 2028 geplant.

Der neue, rund 75 Hektar große Campus soll in der Nähe des Research Triangle Park entstehen. Abbvie plant dort die Integration fortschrittlicher Fertigungs- und Labortechnologien unter Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI). Ziel ist es, die Produktion von Medikamenten in den Bereichen Immunologie, Neurowissenschaften und Onkologie zu unterstützen. Das Projekt mit einem Investitionsvolumen von 1,4 Mrd. US-Dollar ist die bisher größte Kapitalinvestition in einen einzelnen Standort seit Bestehen des Unternehmens.

Ein zentraler Bestandteil der ersten Bauphase ist die Errichtung von Produktionsanlagen für Small Volume Parenterals (SVP). Dabei handelt es sich um sterile, injizierbare Arzneimittel mit einem Volumen von in der Regel weniger als 100 ml, wie etwa Durchstechflaschen (Vials), Karpullen oder Fertigspritzen. Nach der Fertigstellung soll der Standort als US-Kompetenzzentrum (Center of Excellence) für die SVP-Herstellung dienen und die weltweite Versorgung mit Medikamenten der nächsten Generation sicherstellen. Neben den Produktionsanlagen entstehen dort hochmoderne Labore, Logistikzentren sowie Verwaltungs- und Wellnessgebäude für die Mitarbeiter.

Laut Robert A. Michael, Chairman und CEO von Abbvie, stärkt der neue Campus die Fähigkeit des Unternehmens, zukünftige medizinische Durchbrüche zu realisieren. Das Projekt ist Teil der Zusage von Abbvie, innerhalb der nächsten zehn Jahre insgesamt 100 Milliarden US-Dollar in Forschung, Entwicklung und Kapitalanlagen in den USA zu investieren. Durch das Bauvorhaben sollen in den nächsten vier Jahren 734 neue Arbeitsplätze entstehen, darunter Stellen für Ingenieure, Wissenschaftler, Anlagenbediener und Labortechniker. Während der Bauphase werden zudem mehr als 2.000 Arbeitsplätze im Baugewerbe geschaffen.