Gentherapie für Knochenmark-Krebs
Lilly will Biotech-Unternehmen Kelonia Therapeutics übernehmen
Eli Lilly hat eine endgültige Vereinbarung unterzeichnet, um Kelonia Therapeutics für einen Preis von 7 Mrd. US-Dollar aufzukaufen. Damit sichert sich der Pharmakonzern eine neue Methode zur Genübertragung und -integration mit breitem Anwendungspotenzial.
Die Transaktion soll in der zweiten Jahreshälfte 2026 abgeschlossen werden.
Lilly
Die
Transaktion unterliegt gewissen Abschlussbedingungen, einschließlich der
üblichen behördlichen Genehmigungen, und wird voraussichtlich in der zweiten
Jahreshälfte 2026 abgeschlossen.
Kelonia hat
ein In-vivo-Gentransfersystem entwickelt, das Partikel von Lentiviren nutzt, um
effizient und selektiv in T-Zellen im Körper einzudringen. Dadurch kann der
Körper des mit der Gentherapie behandelten Patienten selbst Chimeric-Antigen-Receptor-T-Zellen
(CAR-T-Zellen) produzieren, die die zugrundeliegende Erkrankung behandeln
können.
Das aktuell führende Programm des Biotech-Unternehmens,
KLN-1010, ist eine experimentelle, einmalig intravenös verabreichte
Gentherapie, die Anti-B-Zell-Reifungsantigen-CAR-T-Zellen (Anti-BCMA) erzeugt.
Diese zielen auf das BCMA-Protein ab, das auf der Oberfläche von
Multiplen-Myelom-Zellen (Knochenmark-Krebs) exprimiert wird. Die Gentherapie
könnte einen Fortschritt im Behandeln des Multiplen Myeloms darstellen, da das komplexe
ex-vivo-Herstellen patientenspezifischer Zelltherapien und die vorangehende
Chemotherapie entfallen.