MDMA-gestützte Therapien bei posttraumatischer Belastungsstörung

Bioxyne baut GMP-Produktionsstätte für MDMA in UK

Im Dezember 2025 hat Bioxyne damit begonnen, in Australien hergestellte GMP-konforme MDMA-Kapseln auszuliefern. In Großbritannien baut das Unternehmen derzeit eine weitere GMP-Produktionsstätte für MDMA-Kapseln, die 2026 den Betrieb aufnehmen soll.

Im Dezember 2025 hat Bioxyne damit begonnen, in Australien hergestellte GMP-konforme MDMA-Kapseln auszuliefern. In Großbritannien baut das Unternehmen derzeit eine weitere GMP-Produktionsstätte für MDMA-Kapseln, die 2026 den Betrieb aufnehmen soll.
Hintergrund der Entwicklung ist die zunehmende klinische Evidenz für MDMA-gestützte Therapien bei posttraumatischer Belastungsstörung.

Das australische Unternehmen Bioxyne hat über seine Tochtergesellschaft Breathe Life Sciences eine umfassende GMP-Lizenz für die Herstellung von MDMA und Psilocybin erhalten. Diese Lizenz wird von Behörden wie der FDA gefordert, um die Sicherheit und Standardisierung der Wirkstoffproduktion zu gewährleisten.

Was ist MDMA?

Die Abkürzung MDMA steht für  Methylendioxymethylamphetamin, eine Substanz, die der Allgemeinheit oft auch unter Ecstasy bekannt ist. Der Stoff hat schwache halluzinogene Eigenschaften und stimuliert das zentrale Nervensystem. MDMA wird als Freizeitdroge konsumiert, weil es Euphorie und eine erhöhte Sinnesempfindlichkeit verursacht.

Im Dezember 2025 begann das Unternehmen damit, GMP-konforme MDMA-Kapseln aus australischer Produktion auszuliefern. Damit reagiert es auf die wachsende Nachfrage aus der globalen Forschungslandschaft und den ersten regulierten Märkten wie Australien und perspektivisch Europa. Parallel entsteht in Großbritannien eine weitere Produktionsstätte, die mit staatlicher Förderung errichtet wird und 2026 den Betrieb aufnehmen soll.

Hintergrund der Entwicklung ist die zunehmende klinische Evidenz für MDMA-gestützte Therapien bei posttraumatischer Belastungsstörung (PTBS). Eine in Nature Medicine veröffentlichte Studie mit 104 Teilnehmenden zeigte, dass 71,2 % der Patienten nach einer MDMA-gestützten Therapie die diagnostischen Kriterien für PTBS nicht mehr erfüllten, gegenüber 47,6 % in der Placebogruppe. Die Ergebnisse unterstreichen die potenzielle Bedeutung von MDMA in der Psychotherapie, insbesondere bei schweren Traumafolgestörungen.

Das Unternehmen positioniert sich damit als spezialisierter Zulieferer für Forschungseinrichtungen und erste Therapieanbieter. Die Strategie umfasst den Aufbau einer Infrastruktur für die Herstellung psychoaktiver Wirkstoffe in Pharmaqualität, um die regulatorischen Anforderungen in einem sich schnell professionalisierenden Markt zu erfüllen.