Übergang vom Labor zur industriellen Produktion beschleunigen

GEA will Pilotlinie für Präzisionsfermentation bauen

GEA hat vor, bis 2026 eine offene Pilotlinie für Präzisions- und Biomasse-Fermentation am NIZO Food Innovation Campus im niederländischen Ede zu installieren. Der Betrieb soll 2027 starten.

GEA hat vor, bis 2026 eine offene Pilotlinie für Präzisions- und Biomasse-Fermentation am NIZO Food Innovation Campus im niederländischen Ede zu installieren. Der Betrieb soll 2027 starten.
Die Anlage soll einen 1.000-Liter- und einen 10.000-Liter-Hauptfermenter umfassen.

Der Anlagenbauer GEA plant, für die Biotechnology Fermentation Factory (BFF) am NIZO Food Innovation Campus in Ede, Niederlande, eine integrierte Linie für Präzisions- und Biomassefermentation zu liefern und in Betrieb zu nehmen. Die Installation ist für 2026 vorgesehen, der Pilotbetrieb soll 2027 starten.

Die Anlage soll einen 1.000-Liter- und einen 10.000-Liter-Hauptfermenter umfassen sowie einen integrierten Workflow vom Upstream bis zum Downstream  – von Medienvorbereitung und kontrollierter Fermentation bis zur Zellernte und Filtration. Sie ergänzt bestehende Pre-Pilot-Assets und ist direkt mit der Pilotanlage für nachgelagerte Verarbeitung auf dem Campus verbunden.

Die frei zugängliche Pilotanlage ermöglicht Lebensmittel- und Zutatenherstellern, Prozesse in Lebensmittelqualität zu validieren und zu skalieren. Ziel ist es, den Übergang von der Laborentwicklung zur industriellen Fertigung zu beschleunigen. Das Betriebsmodell sieht buchbare Fermentationskapazitäten sowie Prozess-Know-how für Pilot- und Demo-Kampagnen vor. So entstehen entscheidungsrelevante Datensätze, ohne dass Unternehmen eigene Anlagen bauen müssen. BFF arbeitet nach Lebensmittelstandards und produziert Testmengen für sensorische Bewertungen und Anwendungstests. Produktteams erhalten Material, das sie unmittelbar für die weitere Entwicklung einsetzen können.

Finanziert wird das Projekt durch das Programm „Cellulaire Agricultuur Nederland (CAN)“ des Nationalen Wachstumsfonds, die regionale Entwicklungsagentur OOST NL sowie private Partner wie NIZO.