Ausbau am Heimatstandort North Chicago

Abbvie investiert 380 Mio. Dollar in zwei neue API-Anlagen 

Abbvie will seine US-Produktion von Wirkstoffen weiter ausbauen und 380 Mio. US-Dollar in zwei neue API-Fertigungsanlagen am Campus in North Chicago, Illinois, investieren. Die Neubauten sollen moderne Produktionstechnologien mit Künstlicher Intelligenz kombinieren.

Der Pharmakonzern will am Standort die Herstellung fortschrittlicher Neurologie- und Adipositas-Medikamente unterstützen. Baubeginn ist Frühjahr 2026, die Inbetriebnahme ist für 2029 vorgesehen. Mit dem Ausbau sind laut Unternehmen 300 neue Stellen in North Chicago geplant. Abbvie beziffert seine US-Belegschaft auf rund 29.000, davon mehr als 11.500 im Bundesstaat Illinois; an den US-Produktionsstandorten arbeiten demnach insgesamt über 6.000 Beschäftigte.

Der Schritt ist Teil der angekündigten 100-Milliarden-Dollar-Agenda für US-F&E und Kapitalinvestitionen über die kommenden zehn Jahre. Bereits im September 2025 hatte Abbvie am Standort North Chicago den Baustart für eine 195-Mio.-Dollar-Chemiesyntheseanlage vermeldet, mit der ausgewählte API-Produktionen aus Europa und Asien zurück in die USA geholt werden sollen.

Parallel treibt Abbvie weitere Projekte voran, darunter eine Erweiterung eines Bioresearch Centers in Worcester, Massachusetts, sowie Pläne zur Übernahme einer Device-Fertigung in Arizona. Branchenweit fällt die neue Abbvie-Offensive in eine Phase, in der viele Pharmaunternehmen ihre US-Fertigungskapazitäten ausweiten, auch vor dem Hintergrund einer verschärften US-Zollpolitik und der Debatte um Lieferkettenresilienz.