Lohnhersteller expandiert in die USA

Samsung Biologics übernimmt US-Standort von GSK

Der südkoreanische Lohnhersteller Samsung Biologics hat die Übernahme einer Produktionsstätte von GSK im US-Bundesstaat Maryland abgeschlossen und damit seinen ersten Fertigungsstandort in den USA etabliert.

Digitales Laborgerät in sauberem Biotech-Labor mit Forschenden im Hintergrund

Samsung Biologics hat die am 22. Dezember 2025 angekündigte Übernahme der Produktionsstätte von GSK in Rockville offiziell abgeschlossen. Damit sichert sich der Auftragsentwickler und -hersteller seine erste physische Präsenz im US-amerikanischen Fertigungsmarkt.

Der Standort in Maryland umfasst zwei cGMP-konforme Produktionsanlagen mit einer Gesamtkapazität von 60.000 l für die Wirkstoffherstellung. Die Anlagen sind für die Produktion von Biologika in verschiedenen Maßstäben ausgelegt, sowohl für klinische Studien als auch für die kommerzielle Marktversorgung. Durch diese Erweiterung steigt die gesamte globale Fertigungskapazität von Samsung Biologics auf 845.000 l.  Das Unternehmen übernimmt zudem die mehr als 500 Fachkräfte am Standort.

Im Rahmen der Vereinbarung soll Samsung Biologics die am Standort hergestellten Produkte weiterhin für GSK liefern. Perspektivisch soll das Werk jedoch für zusätzliche Kundenanforderungen im CDMO-Bereich geöffnet werden. Der Lohnhersteller plant bereits weitere Investitionen, um die Kapazitäten in Rockville auszubauen und die technologische Ausstattung zu modernisieren. „Die Erweiterung unserer US-Präsenz ist ein bedeutender Schritt zur geografischen Diversifizierung unseres Produktionsnetzwerks“, erklärte John Rim, Präsident und CEO von Samsung Biologics. Laut Rim soll das Werk in Rockville eine zentrale Rolle in der Mission des Unternehmens spielen, die weltweite Patientenversorgung mit kritischen Therapien zu verbessern und die Lieferketten resilienter zu gestalten.