Luftfrachtverbindung Brüssel – Cincinnati mit temperaturgeführten Prozessen

DHL stärkt transatlantische Pharma-Kühlkette

DHL Global Forwarding hat im Zuge des milliardenschweren DHL-Investitionsprogramms sein Luftfrachtnetz für temperatursensible Produkte erweitert und die Kühlkettenkapazitäten auf der Route zwischen Europa und Nordamerika gezielt gestärkt.

DHL-Frachtflugzeug wird von Bodenpersonal über gelbe Treppenanlage beladen
Die Luftfrachtverbindung zwischen den DHL-Drehkreuzen in Brüssel (BRU), Belgien, und Cincinnati (CVG), USA, ist nun vollständig in Betrieb.

DHL Group treibt ihr Investitionsprogramm über zwei Milliarden Euro im wachstumsstarken Bereich Life Sciences & Healthcare (LSH) weiter voran.  Die Luftfrachtverbindung zwischen den DHL-Drehkreuzen in Brüssel (BRU), Belgien, und Cincinnati (CVG), USA, ist nun vollständig in Betrieb – und verbindet ein führendes europäisches Pharma-Drehkreuz mit einem schnell wachsenden Life-Sciences- und Logistikstandort in den USA.

Seit 2026 ist auf der Strecke sechsmal pro Woche eine temperaturgeführte Boeing-777-Frachtmaschine im Einsatz. Parallel dazu hat der Logistiker die lückenlosen Kühlkettenprozesse weiter ausgebaut und in spezialisierte Technologien sowie zusätzliche Anlagen für die Bodenabfertigung investiert – alles den verbindlichen Richtlinien für den Transport und die Lagerung von Arzneimitteln entsprechend (GDP). So will das Unternehmen sicherstellen, dass sensible Healthcare-Sendungen auf dieser Schlüsselroute zuverlässig und regelkonform transportiert und gelagert werden.

"Nachfrage nach Healthcare-Logistik wächst rasant"

Weitere Investitionen in die Infrastruktur entlang dieser Route sind bereits für 2026 geplant. Dazu zählt auch der Ausbau eigener DHL-Kühlkettenkapazitäten am und um den Flughafen von Cincinnati. Zusätzlich führt DHL mehrere temperaturüberwachte Dollies ein – mobile Kühlaggregate, die Luftfrachtcontainer und Paletten zwischen Flugzeug und Lager transportieren und dabei gewährleisten, dass die Sendungen jederzeit innerhalb des vorgeschriebenen Temperaturbereichs bleiben. Darüber hinaus setzt DHL auf mehrschichtige Thermodecken und neue Materiallösungen, etwa Phasenwechselmaterialien, die Temperaturschwankungen ausgleichen und so die gewünschte Temperatur stabil halten und bietet so effiziente, passive Verpackungslösungen an.

„Die Nachfrage nach Healthcare-Logistik wächst rasant – gleichzeitig steigen die Anforderungen spürbar“, sagt Annette Naude, Global Head of Life Sciences & Healthcare bei DHL Global Forwarding. „Vor allem Biopharmazeutika, Gen- und Zelltherapien sowie Materialien für klinische Studien legen überdurchschnittlich zu. Die Sendungen werden kleiner, gleichzeitig benötigen fast alle Produkte eine strikt kontrollierte Temperaturführung – meist zwischen zwei und acht Grad Celsius. Hinzu kommt, dass in den kommenden Jahren zahlreiche Pharma-Patente auslaufen. Das wird die Transportvolumina deutlich erhöhen. Zum Vergleich: Auf eine Palette eines Originalpräparats kommen nach Patentablauf oft bis zu acht Paletten Generika. Mit gezielten Investitionen stellen wir sicher, dass unsere Kunden die nötigen Kapazitäten und spezialisierten Lösungen haben, um dieses Wachstum zu bewältigen. Unsere End-to-End-Lösung zwischen Brüssel und Cincinnati dient als Blaupause für weitere wichtige Handelsrouten beim Ausbau unseres globalen Pharma-Luftfrachtnetzwerks.“