Recipharm investiert Millionenbetrag in Ausbau der US-Biologika-Produktion

Das schwedische Auftragsentwicklungs- und Fertigungsunternehmen Recipharm hat eine Investition in Millionenhöhe in seine US-amerikanischen Produktionsbetriebe angekündigt, um die Kapazitäten für sterile Abfüllung auf dem US-Markt zu erweitern.

Die Investition konzentriert sich primär auf das bestehende, rund 7.400 Quadratmeter m² große Werk in Watertown, Massachusetts. Diese Anlage ist bereits auf die Herstellung von Plasmid-DNA und mRNA-Wirkstoffen spezialisiert sowie für die Nanopartikel-Formulierung und sterile Abfüllung ausgerüstet. Durch das neue Investitionsprogramm wird das Dienstleistungsspektrum nun signifikant erweitert in den Bereichen API-Compounding (Wirkstoffmischung), analytischer Transfer und Validierung, Prozesscharakterisierung und Prozessleistungsqualifizierung (PPQ) sowie aseptische Abfüllung für klinische und kommerzielle Programme.

Laut Recipharm ermöglicht dieser Ausbau eine nahtlose Verbindung zwischen klinischer Auftragsfertigung und kommerzieller Belieferung für Kunden in Nordamerika und Europa. Das Unternehmen gab zudem bekannt, kürzlich einen Vertrag über die klinische Abfüllung von Biologika mit einem namentlich nicht genannten „großen globalen Pharmaunternehmen“ unterzeichnet zu haben.

Ein weiterer strategischer Vorteil der US-basierten Kapazitäten liegt in der Vermeidung von Importzöllen. Insbesondere kleine und mittelständische Arzneimittelhersteller suchen verstärkt nach inländischen Produktionsmöglichkeiten, um Handelsgebühren der US-Regierung zu umgehen, die bei Importen anfallen könnten.

Greg Behar, CEO von Recipharm, erklärte, dass diese Investitionen es dem Unternehmen ermöglichen, Programme von der Entwicklung bis zur kommerziellen Phase effizienter zu skalieren und Zeitpläne zu beschleunigen. „Die USA bleiben ein kritischer Markt für unsere Kunden“, so Behar. Die Nachricht über die Expansion folgt kurz auf die Bekanntgabe einer Partnerschaft mit Fusix Biotech zur Entwicklung neuer Krebs-Immuntherapien auf Basis onkolytischer Viren sowie dem Verkauf eines API-Werks in Israel zu Beginn des Jahres.