Hochviskose Medien effektiv und schonend fördern
  • Sauberkeit und vor allem Reproduzierbarkeit stehen im Mittelpunkt der Herstellungsprozesse in der Pharma- und Kosmetikindustrie. Hierbei eingesetzte Pumpen für hochviskose Medien müssen sowohl zuverlässig arbeiten als auch effizient und möglichst kostensparend.
  • Vor diesem Hintergrund setzt der international agierende Konzern Encube Ethicals auf das Fassentleerungssystem Viscoflux mobile. Es hilft dabei, die Fertigung zu optimieren und gleichzeitig die notwendigen Sicherheitsvorkehrungen für das Bedienpersonal einfacher zu gestalten.

Es wurde 1998 von Mehul Shah gegründet und produziert seitdem viskose Substanzen wie Salben, Cremes, Gels, Lotionen, Pasten und medizinische Zahncremes. Die Kunden finden sich im lokalen Umfeld, in Europa sowie in der USA. Zu ihnen zählen Aventis, Bayer, Dr. Reddy‘s, Galderma, GSK, Johnson & Johnson, Lifestar, L‘Oreal, Micro Labs, Ranbaxy sowie Smith & Nephew, um nur einige zu nennen. Die einzelnen Formulierungen stellen individuelle Entwicklungen und Produktverbesserungen dar, die die speziellen Bedürfnisse der Patienten oder Kunden erfüllen. Hierzu betreibt Encube Ethicals ein eigenes Forschungs- und Entwicklungs-Zentrum in Mumbai, anerkannt vom DSIR (Departement of Sientific Industrial Research).

Ideale Fassentleerung für hochviskose Substanzen
Um verschiedene Medien in den Produktionsprozess bzw. in die Anlage einzubringen, setzt das Management von Encube Ethicals seit Kurzem auf das Fassentleerungssystem Viscoflux mobile. Herausforderung: Vaseline bildet die Grundlage für den chemischen Verbund speziell von Salben und macht 95 bis 98 % der fertigen Formulierung aus. Diese hochviskose Ausgangssubstanz besitzt kein eigenes Fließverhalten und bedarf daher eines entsprechend ausgelegten Fördersystems.

Hier setzt das bewährte Entleerungssystem Viscoflux mobile an: Es besteht aus einem fahrbaren Prozessgerät mit integriertem Freilauf, einem Motor, einer Pumpe und einer Nachfolgeplatte mit Prozessdichtung. Beim Fördervorgang fährt ein akkubetriebener Antrieb die Pumpeneinheit soweit nach unten, bis die Nachfolgeplatte auf dem Medium aufliegt. Ab diesem Moment senkt sich der Hubschlitten unabhängig von der Pumpe weiter ab. Beim Fördern erzeugt die selbstansaugende Exzenterschneckenpumpe unterhalb der Nachfolgeplatte einen Unterdruck, sodass sich die Nachfolgeplatte schließlich selbstständig abwärts zieht. Das System fördert kontinuierlich und somit besonders schonend. Selbst bei einem zwischenzeitlich unterbrochenen Vorgang ist Prozesssicherheit garantiert. Die flexible Prozessdichtung stellt sicher, dass nahezu nichts an der Fasswand zurückbleibt. Die Restmenge im Fass beträgt bei Fässern mit Aseptic Bags schließlich bis weniger als 2 % (sonst bis weniger als 1 %).

Macht aufwendige Prozesse überflüssig
Vor der Einführung des Fassentleerungssystems erwärmten die Fachleute bei Encube Ethicals die Fässer in einem Ofen auf eine Temperatur von 70 °C. Von dort ging es weiter auf die Produktionsfläche, wo der nun halbfeste Inhalt in den Verarbeitungsbehälter gefördert wurde. Die Nachteile bei diesem Ablauf:

  • lange Aufheizphase von etwa sechs bis acht Stunden,
  • begrenzte Ofenkapazität,
  • enormer Energieverbrauch sowie
  • Verletzungsgefahr für die Mitarbeiter.

Dieser jetzt entfallende, aufwendige Prozess machte die Entscheidung für das Fassentleerungssystem leicht.
Chirag Gandhi, GM-Systems & Business Operations, fasst den Benefit bei Encube Ethicals zusammen: „Der Wechsel von einem warmen auf einen kalten Prozess war hinsichtlich des Handlings und der Sicherheit ein großer Vorteil. Darüber hinaus sparen wir Zeit und viel Energie. Die Abläufe sind sauberer als früher, und wir können nun auch Teilmengen aus den Fässern fördern.“

Das Fassentleerungssystem kommt dabei in der Ausführung Pharma Food Cosmetic zum Einsatz. Die medienberührenden Komponenten sind schnell zu demontieren und leicht zu reinigen. Verschiedene Edelstahlkomponenten machen auch das Prozessgerät resistent gegen die aggressiven Reinigungsmittel. Im Falle von Encube Ethicals wird die Pumpe demontiert und mit heißem Wasser gesäubert, gefolgt von einem Reinigungszyklus mit Reinigungsmittel und einem Spülvorgang mit heißem Wasser. Den Abschluss bildet ein Trocknungsprozess.

Partnerschaftliches Verhältnis von Anfang an
Neben den technischen Vorteilen betont Chirag Gandhi die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit seinem Lieferanten: „Die Gespräche und die Beratung durch Flux-Geräte liefen von Anfang an so zielführend, dass wir keine weiteren Alternativen in Betracht ziehen mussten.“ Das Handling des Fassentleerungssystems ist technisch wie körperlich sehr bedienerfreundlich, selbst wenn – wie im Falle von Encube Ethicals – die Vaseline in ein obenliegendes Behältnis gefördert werden muss.

Üblicherweise muss man die Fässer zu einem ortsfesten Entleerungssystem bringen. Ein volles 200-l-Fass schlägt hier schnell mit über 230 kg Gewicht zu Buche. Bei Viscoflux mobile ist das anders. Bei Bedarf fährt man das mobile Entleerungssystem einfach zum Fass.

Nach einem Erstkontakt über die Homepage gab schließlich der direkte Austausch zwischen den Fachleuten beider Unternehmen den Ausschlag für den Einsatz des Fassentleerungssystems. Die Fachberater von Flux Pumps India übernahmen die erste Auslegung des Systems und erarbeiteten dann die exakte Produktkonfiguration mit ihren Kollegen aus dem Stammhaus in Maulbronn. Kiran Kadam, Geschäftsführer von Flux Pumps India, erinnert sich gern an die Zusammenarbeit mit dem Kunden: „Wir haben schnell festgestellt, dass Encube Ethicals und Flux die gleiche Auffassung von Qualität und Sicherheit in der Produktion haben. Wir haben von Anfang an am gleichen Strang gezogen und konnten das Projekt dadurch sehr zielgerichtet und rasch umsetzen.“

Weiter Chirag Gandhi: „Durch den Einsatz des neuen Gerätes können wir den Produktionszyklus um 90 min verkürzen.“ Denn über das reine Produkt hinaus habe der Hersteller sich die ganz konkreten Herausforderungen vorgenommen und gemeinsam mit Encube Ethical überlegt, wie sich die Produktionsbedingungen verbessern ließen. Eine persönliche und kompetente Kundenbetreuung und -unterstützung bei Bedarf vor Ort, schnelle Lieferzeiten, auch von Ersatzteilen sowie ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis bilden die Basis für eine langfristige sowie kompetente Kundenbeziehung über den Verkauf hinaus.

Aktuell sind in Goa zwei Viscoflux mobile im Gebrauch – eines davon im Bereich der Herstellung steroidhaltiger Produkte, das andere im Bereich der Produktion steroidfreier Produkte. Auch künftig soll die Zusammenarbeit zwischen dem indischen und dem deutschen Unternehmen weitergehen.

Zur Technik
Sonderrolle Seecontainer-Fässer

Das Viscoflux mobile ist in der Ausführung Pharma Food Cosmetic für zylindrische Fässer in den Fassdurchmessern 560 mm und 571 mm erhältlich sowie für konische Fässer mit oben 550 mm und unten
515 mm. Gute Ergebnisse liefert es auch beim Einsatz von Aseptic Bags. Eine Sonderrolle nehmen sogenannte Seecontainer-Fässer ein. Im Gegensatz zu ISO-Deckelfässern verfügen sie über einen sich nach oben hin verjüngenden Fassrand und damit über einen kleineren Öffnungsdurchmesser. Hierzu wurde das Fassentleerungssystem weiterentwickelt. Eine verkleinerte Nachfolgeplatte bei gleichzeitiger partiell verstärkter Prozessdichtung führte hier zum Ziel. Nachfolgeplatte und Prozessdichtung lassen sich ohne großen Druck durch die enge Fassöffnung führen, besitzen aber so viel Vorspannung, dass die Fasswand optimal abgestreift wird. Eine schonende Förderung hochviskoser Medien mit Restmengen von unter 1% bzw. 2% bei Aseptic Bags ist damit auch bei Seecontainer-Fässern gewährleistet.

Achema Halle 8.0 – E10

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