Patentverletzungsklagen wegen DNA- und RNA-basierter-Verfahren

Bayer reicht Klage gegen mehrere Impfstoffhersteller ein

Der Nachrichtenagentur Reuters zufolge hat Bayer vor zwei Bundesgerichten in den USA Klagen gegen die Unternehmen Pfizer, Biontech, Moderna sowie Johnson&Johnson eingereicht. Es geht um Methoden, die die genannten Hersteller bei der Covid-19-Impfstoffproduktion genutzt haben.

Von den angeklagten Unternehmen verlangt Bayer eine nicht näher bezifferte Entschädigungszahlung.

Vor einem Bundesgericht in Delaware hat Bayer wegen angeblichen Missbrauchs einer mRNA-Technologie gegen die Covid-19-Impfstoffhersteller Pfizer, Biontech und Moderna geklagt. Es handelt sich um eine Patentverletzungsklage, da die Hersteller eine von Monsanto – das zu Bayer gehört – in den 1980ern entwickelte Technologie kopiert hätten, die ursprünglich mRNA in Nutzpflanzen stärken sollte. Die Hersteller sollen dieses Verfahren genutzt haben, um das genetische Material in den Impfstoffen zu stabilisieren.

Zudem reichte der deutsche Pharma- und Agrarkonzern eine separate Klage vor einem Bundesgericht in New Jersey gegen Johnson&Johnson ein. In dem Fall soll ein DNA-basiertes Verfahren für die Impfstoffproduktion ein Patent des Pharma- und Agrarkonzerns verletzt haben. Von den angeklagten Unternehmen verlangt der Kläger eine nicht näher bezifferte Entschädigungszahlung, er will die Hersteller aber nicht davon abhalten, ihre Impfstoffe weiterhin zu produzieren.

Reuters berichtet, dass ein Unternehmenssprecher von Moderna, gesagt habe, dass das Unternehmen über die Klage informiert sei und sich verteidigen wolle. Von Pfizer, Biontech und Johnson&Johnson konnte bisher keine Stellungnahme zu den Klagen eingeholt werden.