Zellen, Medien und Kultivierungsmethoden optimieren

MIP Magdeburg und Innocent Meat kooperieren zu kultiviertem Fleisch

Forschende des Max-Planck-Instituts für Dynamik komplexer technischer Systeme in Magdeburg beteiligen sich an einem Forschungsprojekt mit dem Start-up Innocent Meat. Gemeinsam wollen sie effizientere Herstellungsprozesse für kultiviertes Fleisch entwickeln.

Chemielabor mit Glasgefäßen, Schläuchen und Analysegeräten auf Labortischen.
Die Forschungseinrichtung übernimmt bestehende Zelllinien, Medien und Prozessansätze des Start-ups und testet diese in eigenen Reaktoren und Rückhaltesystemen.

Im Fokus der Kooperation steht, bestehende Verfahren aus der Pharma- und Lebensmittelproduktion auf die zellbasierte Fleischherstellung zu übertragen und anzupassen. Dafür sollen Zellen, Nährmedien und Kultivierungsmethoden systematisch weiterentwickelt werden. Das Rostocker Start-up Innocent Meat arbeitet an einem automatisierten Produktionssystem, das eine dezentrale Herstellung in fleischverarbeitenden Betrieben ermöglichen soll.

Das Magdeburger Wissenschaftlerteam bringt sein Know-how der Prozessintensivierung mit verschiedenen kontinuierlichen Zellen und verschiedenen Zellrückhaltesystemen in das Projekt ein. Diese Ansätze wurden bislang vor allem bei der Herstellung viraler Impfstoffe eingesetzt und sollen nun auf Anwendungen in der Lebensmitteltechnologie übertragen werden. Die Forschungseinrichtung übernimmt bestehende Zelllinien, Medien und Prozessansätze des Start-ups und testet diese in eigenen Reaktoren und Rückhaltesystemen. Ziel ist es, Vergleiche zu ermöglichen und die Prozesse so zu optimieren, dass hohe Zelldichten erreicht werden.

Das Projekt wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie im Rahmen des Programms Industrielle Bioökonomie, Baustein A gefördert. Die Projektlaufzeit beträgt zwei Jahre. Die Förderung für den Magdeburger Standort beläuft sich auf rund 285.000 Euro.