Lager, Produktion, Digitalisierung und Prozessoptimierung
Eli Lilly erweitert Standort in Japan
Eli Lilly investiert rund 20 Mrd. Yen (knapp 126 Mio. US-Dollar) in die Erweiterung des Werks Seishin in Kobe. Geplant sind bis 2028 eine neue Produktionslinie sowie ein zusätzliches Lager. Welche Produkte dort hergestellt werden sollen, ließ Lilly offen.
Eli Lilly
Das Werk Seishin wurde 1981 gegründet und ist mit rund 315 Beschäftigten Lillys einzige eigene Produktionsstätte in Japan. Neben neuer Fertigungs- und Lagerkapazität will das Unternehmen auch in Digitalisierung und Prozessoptimierung investieren. Hintergrund sei die steigende Nachfrage im japanischen Markt. Man müsse in der Lage sein, künftige Ausweitungen der Versorgung schnell und flexibel umzusetzen, so Lilly.
Bereits zwischen 2022 und 2025 hatte der Konzern nach eigenen Angaben 7 Mrd. Yen, rund 44 Mio. US-Dollar, in den Standort investiert. Damit wurden unter anderem automatische Sortieranlagen für Devices, Verbesserungen im Qualitätskontrolllabor, ein neues Fabrikgebäude und eine zusätzliche Verpackungslinie realisiert. Die jetzige Erweiterung begründet Lilly mit dem weiteren Bedarf an Versorgungskapazität.
Der Standort verfügt aktuell über eine Fläche von rund 23.000 m² und ist vor allem auf analytische Tests, Inspektion und Verpackung von Lilly-Produkten ausgerichtet. Gemeinsam mit dem Partner Mitsubishi Tanabe hat das Unternehmen in Japan in den vergangenen Jahren Tirzepatid für die Indikationen Diabetes und Adipositas eingeführt. Zudem erhielt Lilly dort bereits 2024 die Zulassung für das Alzheimer-Medikament Kisunla.
Die Investition in Japan reiht sich in eine Serie internationaler Ausbauschritte ein. Erst kürzlich hatte Lilly ein Produktionspaket im Volumen von 3 Mrd. US-Dollar in China angekündigt, wo unter anderem orale feste Arzneiformen und insbesondere das Adipositas-Medikament Orforglipron lokal gefertigt werden sollen. Auch in Südkorea will das Unternehmen rund 500 Mio. US-Dollar investieren, dort allerdings vor allem in klinische Studien und einen Inkubator im Rahmen von Lilly Gateway Labs. Parallel treibt Lilly weiter den Ausbau seiner US-Standorte voran.