Mensch in Sicherheitsausrüstung mit Vial in der Hand

Der Covid-19-Impfstoffkandidat hat eine geringere Wirksamkeit (47 %), als zunächst angenommen. (Bild: Curevac)

Curevac hat ein Status-Update zur zulassungsrelevanten Phase-2b/3-Studie seines Impfstoffs veröffentlicht. Die vorläufige Wirksamkeit fällt geringer aus, als erwartet. Das könnte an der weiten Bandbreite von Virusstämmen liegen, die das Biopharmazie-Unternehmen bei den Probanden der Studie festgestellt hat. Außerdem ließ die Zusammensetzung der Studienteilnehmer keine Rückschlüsse auf die Wirksamkeit bei Probanden über 60 Jahren zu. „Die endgültige Wirksamkeit könnte sich noch verändern“, zeigte sich Dr. Franz-Werner Haas, Vorstandsvorsitzender von Curevac, dennoch zuversichtlich.

Die Zulassung des Curevac-Impfstoffs verzögert sich unter anderem deshalb weiter, weil dem Unternehmen Daten mit statistischer Signifikanz fehlen. Genauer gesagt benötigt es für seine Studie zwei Vergleichsgruppen: Menschen, die entweder mit seinem Impfstoff-Kandidaten geimpft wurden oder ein Placebo erhalten haben und im Anschluss an Covid-19 erkrankt sind. Durch die sinkenden Fallzahlen sowie die Ausbreitung verschiedener Mutanten sinkt die Personenanzahl, die überhaupt mit dem Virus in Berührung kommt und gleichzeitig auch die Anzahl von Menschen, die durch eine bestimmte Mutante erkranken. In der gerade veröffentlichten zweiten Zwischenanalyse war auch die Anzahl von Personen über 60 Jahren zu gering, um die Wirksamkeit bei dieser Gruppe bestimmen zu können.

Zuletzt hatte das Unternehmen damit gerechnet Ende Juni eine Zulassung für seinen Impfstoff in der EU zu erhalten und daraufhin sein Produktionsnetzwerk ausgebaut. 

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