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1: Die Baureihe von kontinuierlichen Mischern wurde jetzt mit ausziehbaren, schnell reinigbaren Modellen weiterentwickelt. (Bild: Gericke)

| von Jona Göbelbecker, Redaktion Pharma+Food

 

Von der Neuschöpfung bis zur Weiterentwicklung etablierter Systeme.

1: Kontinuierliche Mischer lassen sich jetzt schneller reinigen

Die kontinuierlichen Mischer GCM von Gericke zeichnen sich durch eine hohe Mischhomogenität und das hygienische Design aus. Die Baureihe wurde jetzt mit ausziehbaren, schnell reinigbaren Modellen Typ GCM EBC weiterentwickelt. Kontinuierliche Mischprozesse erleichtern eine effiziente Prozessgestaltung. Der Energieaufwand pro Leistungseinheit ist geringer, die physische Manipulation und damit auch die Entmischungsgefahr von Chargen entfallen. Mit den neuen Mischermodellen können die Mischkammer und das Mischwerkzeug verfahren werden. Zwei Reinigungspositionen erleichtern dem Betreiber die schnelle Reinigung. Die Mischer verfügen über ein fliegend gelagertes Mischwerkzeug und eine komplett demontierbare Wellendichtung. In der Hygieneausführung sind die produktberührenden Teile poliert. Die Konstruktion vermeidet Hohlräume in denen sich Schmutznester bilden. Die Mischer eignen sich für den Einsatz in einer explosionsgefährdeten Umgebung und sind Atex-zertifiziert. Sie können optional mit einem Wärme- bzw. Kühlmantel, mit unterschiedlichen Wehreinsätzen für die Einstellung der Verweilzeit sowie mit einer pneumatischen Batch-Prozesseinheit geliefert werden.

 2: Rhönradmischer in überarbeiteter Hygienevariante

Engelsmann hat die Hygienevariante des Rhönradmischers JEL RRM überarbeitet. Der Mischer kommt zum Mischen, Homogenisieren und Einfärben verschiedenster Schüttgüter und Flüssigkeiten zum Einsatz. Zentraler Gegenstand der Überarbeitung war die Rollenbahn, auf der das Rhönrad mit Fassaufnahme und Mischbehälter aufliegt. Statt einer aus mehreren Teilen zusammengesetzten Konstruktion, besteht die Rollenbahn nun aus einem einzigen geschweißten Edelstahl-Bauteil, was die Reinigung erleichtert. Als Antrieb des Mischers dient ein Aseptikmotor, der mit seinem glatten Gehäuse ebenfalls für den Einsatz in hygienesensiblen Branchen geeignet ist. Auch die Fassaufnahme besteht bei der Hygienevariante aus Edelstahl und ist mit einer speziellen, FDA-konformen Anti-Rutsch-Beschichtung überzogen, um dem Mischbehälter während des Betriebs sicheren Halt zu bieten. Zur einfachen Demontage ist die Verschalung mit Sterngriffen aus Edelstahl ausgestattet. Der Mischer ist komplett demontierbar und lässt sich zur Reinigung oder Desinfektion einfach in seine Einzelteile zerlegen. Mit Größen von 50 bis 300 l deckt der Freifallmischer ein breites Spektrum an Aufgabenstellungen ab.

3: Kombinierter Trockenmisch- und Trockenmahlprozess

Die Sydry-Serie von Symex stellt eine neue Lösung für das Mischen und Mahlen von Pulver und Trockenmaterial dar. Die Technologie kombiniert die gegenläufige (High-Shear-)Trockenmahltechnologie mit Speziallösungen etwa zur Einarbeitung flüssiger Binder zu einer flexiblen Gesamtlösung für Trockenmischprozesse. Die Mahltechnologie bietet eine optimale Scherenergie für Trockenmahlprozesse und somit neue Prozessmöglichkeiten.

 

4: Einsaughomogenisator zur Einarbeitung von Pulvern in Flüssigkeiten

Ebenfalls von Symex kommt der Einsaug-homogenisator Typ HVIS, der zur schnellen und kontrollierten Einarbeitung von Pulverstoffen in Flüssigkeiten dient. Das Gerät erzeugt einen Unterdruck, so dass keine separate Vakuumpumpe benötigt wird. Der Einsaughomogenisator lässt sich sowohl in Kombination mit Hauptmischanlagen als auch mit Vorphasenbehältern einsetzen. Die Vorzüge des Systems zeigen sich speziell bei der Einarbeitung von sehr leichten, flüchtigen und schweren klebrigen Pulvern. In der Mischstrecke kommt es unmittelbar zu einer Benetzung, so dass es beim Eintritt in Behälter zu keinem Aufschwimmen oder Absinken des Pulvers kommt. Die Einarbeitung von Pulverstoffen kann sowohl in wässrige als auch in ölhaltige Phasen erfolgen.

5: Mischtrockner mit vollautomatischer Reinigung

Die Vakuum-Mischtrockner von Amixon zeichnen sich durch eine effiziente Trocknung pulvriger Güter aus. Betriebe, die ihre Produkte unter sterilen Bedingungen herstellen, können ein neuartiges Reinigungssystem namens Waterdragon nutzen. Es arbeitet vollautomatisch und erledigt die Vorgänge des automatischen Nassreinigens, des Dampfsterilisierens und des anschließenden Trocknens. Die Mischtrockner arbeiten mit vertikal gelagerten Schraubenband-Mischwerkzeugen, die mit gleichmäßig engem Abstand innerhalb der Mischräume rotieren. Die Wandbestreichung der Gefäßwandung sorgt für einen guten Wärmeübergang, zumal sämtliche produktberührten Oberflächen einen Doppelmantel aufweisen: die Mischwerkwelle, die schaufelartig geformten Arme und das Schraubenband. Die besondere Formgebung des Schraubenbandes bewirkt ein Mischen und Verströmen ohne Verdichtung und Pressung der Güter. Sowohl pulverförmige als auch pastöse Güter sowie kristalline Güter werden zuverlässig getrocknet. Zuweilen verändert sich die Konsistenz der Güter und es müssen während der Trocknung zähplastische Erscheinungsformen überwunden werden. Die Trockner sind gemäß EHEDG-Richtlinien konstruiert und GMP- und FDA-konform.

6: Rotationstrockner für hochreine Prozesse

Der Rotationstrockner RTSD von Pink wird für hochreine und sterile Prozesse eingesetzt und zeichnet sich durch sein dynamisches Trocknungssystem aus. Für viele Anwendungen ist das Trocknen unter Bewegung von Vorteil: Pulver und Granulate werden während des Trockenvorgangs durchmischt, wodurch die Wärme gleichmäßigauf das Produkt übergeht. Das leistungsfähige System wurde für die effiziente Vakuum-Trocknung unter Rotation konstruiert.

Der Vorteil gegenüber herkömmlichen Rotationstrocknern besteht im Wesentlichen darin, dass die Trommel des RTSD einseitig „fliegend“ gelagert ist. Das bedeutet, dass die gesamte Medienversorgung wie auch Messungen, die Vakuum-Erzeugung sowie der Antrieb über eine Drehdurchführung erfolgt. Dadurch kann die Maschine optimal im Reinraum für sterile Prozesse aufgestellt bzw. über eine Sterilwand integriert werden. Die Trommel des Trockners ist in Doppelkonusform ausgeführt, doch sie ist auch als Taumelbehälter lieferbar. Der Trockner kann in explosionsgefährdeten Bereichen betrieben werden und ist GMP-/FDA-gerecht ausgeführt. Der Innenraum der Trommel ist einfach zu reinigen. Die Trockner werden mit einem Trommelvolumen zwischen 125 und 1.500 l geliefert. Beheizt wird die Trommel über die Doppelwand mit Warmwasser oder Wärmeträgeröl (bis 200 °C). Die Konstruktion nutzt hochwertige Edelstähle, Hastelloy, Inconel, Titan mit geschliffenen Oberflächen – auch elektropoliert.

 

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7: Der in Hastelloy C22 gefertigte Filtertrockner verfügt über ein sterilisierbares Austragsventil. (Bild: Comber)

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8: Dieser neue Sprühtrockner wirkt elektrostatisch. (Bild: Spraying Systems)

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9: Die Nass-Granulationslinie wurde für den Konti- Betrieb im Labormaßstab entwickelt. (Bild: Glatt)

7: Filtertrockner für aseptische Anwendungen

Der in Hastelloy C22 gefertigte Filtertrockner Pressofiltro von Comber ist unter anderem für biotechnologische und pharmazeutische Trocknungsaufgaben im aseptischen Umfeld konzipiert, beispielsweise die Herstellung von sterilen Parenteralia. Der dampfsterilisierbare Filtertrockner ermöglicht die vollständig zu validierende Sterilität während des gesamten Verfahrensprozesses, von der Inertisierung über die Beschickung mit Suspension, Filtration, Waschung und Trocknung bis hin zum Produktaustrag. Die cGMP- und FDA-konforme Ausführung des Behälterinneren sowie der zugehörigen Rohrleitungen verhindert Produktanhaftungen und bewirkt eine gute Reinigbarkeit. Cleaning-in-Place und nachfolgende Sterilization-in-Place durch Wasserdampf mit einer Temperatur von mindestens 121° C befreien alle produktberührten Flächen von Keimen und Verunreinigungen. Die aseptische Ausführung der Flansche, Dichtungen, Ventile etc. ermöglicht vollständige Drainage der CIP-Flüssigkeit wie auch des Kondensats während des Aufheizens.

Für die Filtertrockner bietet der Hersteller ein wirksames Heel-Break-System zum Aufbrechen der nach dem Produktaustrag verbleibenden Restschicht an. Es sichert den restschichtfreien Austrag und sorgt für eine größtmögliche Produktausbeute. Dazu wird die Multilayer-Filterplatte von unten impulsweise mit Stickstoff druckbeaufschlagt, die Restschicht bricht auf und lässt sich durch das Rührwerk austragen.

8: Elektrostatisch wirkender Sprühtrockner

Der neue Sprühtrockner Polardry von Spraying Systems wirkt elektrostatisch. Durch die unterschiedlichen Leitfähigkeiten der Bestandteile (Wirkstoff, Lösungsmittel und Trägermaterial) werden diese unterschiedlich geladen. Die negativ geladenen Lösungsmittel so wie das Trägermaterial drängen nach außen und ermöglichen eine schnelle Trocknung bei niedrigerer Temperatur. Der geringer geladene Wirkstoff drängt nach innen und wird daher vom Trägermaterial umschlossen. Das Prinzip minimiert den Verlust, die Beeinträchtigung oder die Veränderung der Wirkstoffbestandteile. Die kontrollierte Agglomeration erspart weitere Verfahrensschritte und erhöht die Teilchengröße und die Schüttdichte.

 9: Nass-Granulationslinie für den Konti-Betrieb im Labormaßstab

Mit der Nass-Granulationslinie Modcos xs-line hat Glatt seine erste modulare Anlagenlösung für den Konti-Betrieb im Labormaßstab entwickelt. Damit lassen sich Batch-Anlagen der Baureihe Midi-Glatt einfach umrüsten und in eine kontinuierliche Prozesskette mit vollständig geschlossener Prozessführung einbinden. Dadurch ist es möglich, noch schneller und effizienter auf Entwicklungsziele und Optimierungen in der Verfahrensentwicklung zu reagieren. Die Anlage ermöglicht einen Einsatz ab 50 g Materialeinsatz bis zu 1.500 g/h Durchsatz. Einzelne Prozesseinheiten und vorhandene Prozess-Units lassen sich je nach Anforderung individuell in das System integrieren. Durch einen geringeren Platz-, Reinraum- und Personalbedarf kann die modulare Lösung darüber hinaus dazu beitragen, die Betriebskosten zu reduzieren.

Die neue Baureihe stellt eine Erweiterung der bestehenden Modcos s-line, m-line und l-line dar. Durch manuell gesteuerte Prozesse ermöglicht die Anlage die realistische Simulation kontinuierlicher Prozesse vom Pulver bis zum Granulat mit homogener Produktqualität. Die funktionale Bauweise sorgt dabei für eine einfache Bedienung mit Datenschnittstellen für alle Prozesseinheiten.

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10: Der Pelletierer wurde für die Produktion von Mikrogranulaten konzipiert. (Bild: Leistritz)

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11: Eine neue Technik soll die Prozess- und Tablettenqualität beim Filmcoaten steigern. (Bild: Lödige)

 

 

 

 

 

 

10: Pelletierer für die kontinuierliche Produktion von Mikrogranulaten

Für die kontinuierliche Produktion von Mikrogranulaten in Kombination mit Pharmaextrudern hat Leistritz den Micro Pelletizer LMP 2.0 konzipiert. Die produzierten Granulate werden durch einen zirkulierenden Luftstrom gekühlt und abtransportiert. Die Bedienung des Gerätes ist sehr einfach. Für einen effektiveren Druckaufbau sowie bessere Verteilung der Schmelze vor der Düse kann eine Schmelzepumpe zwischengeschaltet werden. So lassen sich homogenere Granulate realisieren. Der Pelletierer ist so konzipiert, dass die Anlage mit oder ohne Schmelzepumpe gefahren werden kann. Es gibt ihn in zwei Varianten: für die Extruderbaugrößen ZSE 18 HP-PH und ZSE 27 HP-PH.

 11: Coating-Verfahren für gleichmäßige Wärmeverteilung

Mit einem neuen technischen Lösungsansatz will Lödige Process Technology die Prozess- und Tablettenqualität beim Filmcoaten steigern. Dabei erfolgt die Luft- und damit die Wärmeverteilung gleichmäßig über das gesamte Tablettenbett. Anders als bei herkömmlichen Coating-Verfahren wird die Luft bei der Luftführung um die Coatingtrommel über ein Verteilerrohr zugeführt und umkreist die Trommel des Coaters, wobei die Luft über einen großen Umfang in die Trommel eintritt. Die Technologie vermeidet damit, dass beim Tablettencoating durch Verwirbelungen im Düsenbereich Verunreinigungen im Coater-innenraum, an den Düsen und am Düsarm entstehen. Außerdem kommt es nicht zu „kalten Zonen“ in der Trommel, in denen die befilmten Tabletten schlecht trocknen.

Die Anbieter auf der Powtech:

Gericke: Halle 3 – 158
J. Engelsmann: Halle 4A – 323
Symex: Halle 2 – 250
Amixon: Halle 1 – 304
Pink: Halle 2 – 551
Comber: Halle 4A – 128
Spraying Systems: Halle 5 – 256
Glatt: Halle 3 – 249
Leistritz: Halle 3 – 550
Lödige: Halle 1 – 517

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