Strategischer Ausbau im GLP-1-Markt
Cordenpharma erweitert Peptid-Kapazitäten durch Übernahme von Ambiopharm
Lohnhersteller Cordenpharma plant die Übernahme des US-amerikanischen Peptid-Herstellers Ambiopharm, um seine Kapazitäten im Bereich der Peptid-Produktion auszuweiten. Mit diesem Schritt erhält der CDMO neue Standorte in South Carolina und Shanghai.
Peptid-Produktionsanlage von Cordenpharma in Colorado, USA
(Bild: Cordenpharma)
Durch den Zusammenschluss
integriert Cordenpharma zwei wichtige Standorte von Ambiopharm in sein
Netzwerk: Der Standort Shanghai, China, markiert für Cordenpharma den
Markteintritt auf dem asiatischen Kontinent und ergänzt die bisherigen elf
Standorte in Europa und den USA. Die Anlage in South Carolina, USA ist dagegen nach dem Standort in Boulder,
Colorado, das zweite Werk für die Peptid-Herstellung von Cordenpharma in den
Vereinigten Staaten. Dies ermöglicht es dem Unternehmen, vollständig
US-basierte Lieferoptionen für kommerzielle Großprojekte anzubieten.
Ambiopharm beschäftigt rund 400 Mitarbeiter an seinen beiden Standorten. Durch die
Zusammenführung der Kompetenzen will Cordenpharma seinen Kunden künftig
flexiblere Optionen und verschiedene Syntheseansätze für komplexe, lange und
hochreine Peptid-Wirkstoffe anbieten. Der Kaufpreis für die Transaktion wurde
nicht bekannt gegeben, auch ein konkreter Zeitpunkt für den Abschluss der
Transaktion ist noch nicht bekannt.
Die Akquisition ist Teil einer umfassenden
Wachstumsstrategie: Bereits im Jahr 2024 kündigte Cordenpharma Investitionen in
Höhe von 900 Mio. Euro an, um
die Produktionskapazitäten für GLP-1-Peptide
über einen Zeitraum von drei Jahren zu steigern. Hintergrund ist die enorme
globale Nachfrage nach Medikamenten gegen Diabetes und Adipositas, wie sie etwa
von Novo Nordisk oder Eli Lilly vertrieben werden. Auch Biotech-Unternehmen wie
Viking Therapeutics zählen bereits zu den Kunden, die Kapazitäten bei Cordenpharma
gebucht haben.