Stärkung der US-Arzneimittelproduktion
FDA benennt Teilnehmer für „Precheck“ Pilotprogramm
Die US-Arzneimittelbehörde FDA hat sieben Unternehmen für ihr neues „Precheck“-Pilotprogramm ausgewählt. Das Programm soll die Medikamentenproduktion in den USA stärken, indem es Zulassungsprozesse durch frühzeitige Abstimmung beschleunigt.
KI-generiert mit OpenAi Dall-E / ChatGPT
Das Precheck-Pilotprogramm
der FDA ist eine bereits am 1. Februar 2026 gestartete Initiative, die darauf
abzielt, die globale
Wettbewerbsfähigkeit Amerikas zu steigern, die dortige
Arzneimittelherstellung zu stärken und die Resilienz der US-Lieferkette für Medikamente zu verbessern. Das
Programm wurde als Reaktion auf die Executive Order 14293 von Präsident Trump
aus dem Jahr 2025 ins Leben gerufen, um den Wiederaufbau der pharmazeutischen
Produktionsbasis in den USA zu unterstützen. Es soll die Komplexität beim
Aufbau neuer Werke reduzieren und einen vorhersehbareren
Regulierungsweg für Unternehmen schaffen, die Medikamente für den
US-Markt produzieren.
Das primäre Ziel des Programms ist es, die Entwicklung neuer
US-Produktionsstätten zu fördern, indem ein frühzeitiger Austausch mit der FDA ermöglicht und ein vorhersehbarerer Regulierungsweg für
Unternehmen geschaffen wird. Das Programm soll dazu die Schwierigkeiten beim
Aufbau neuer Werke reduzieren und Unsicherheiten bezüglich der
Produktionsbereitschaft minimieren. Durch den frühen Dialog zwischen Behörde
und Hersteller können potenzielle Mängel an Anlagen identifiziert werden, bevor
sie zu Verzögerungen oder Ablehnungen von Zulassungsanträgen führen. Die FDA
schätzt, dass das Programm die Prüfungszeiträume
um bis zu 14 Monate verkürzen könnte. Damit soll der zuverlässige Zugang der Patienten zu kritischen
Medikamenten sichergestellt und die Abhängigkeit von ausländischen
Produktionsquellen verringert werden.
Strukturell ist das Pilotprogramm in zwei Phasen unterteilt:
In Phase 1 (Anlagenbereitschaft)
erhalten die Teilnehmer technische Beratung, bevor die Fabrik den Betrieb
aufnimmt, während Phase 2
(Antragseinreichung) verstärkte Interaktionen und vorgezogene
Inspektionen während des Zulassungsprozesses ermöglicht.
Ausgewählte Unternehmen und Standorte
Aus einem Pool von mehr als 80 Bewerbern wurden sieben
Unternehmen ausgewählt, die derzeit neue Produktionsstätten in den USA
errichten:
- Amneal Pharmaceutical: Werk in Long Island, NY (sterile Flüssigprodukte für Schmerztherapie, Atemwegs- und Augenerkrankungen).
- Cellares: Anlage in Bridgewater, NJ (zellbasierte Gentherapien für Onkologie und Hämatologie).
- Eli Lilly: Campus in Lebanon, IN (Wirkstoffproduktion/APIs).
- Fujifilm Biotechnologies: Standort in Holly Springs, NC (großtechnische Zellkultur-Bioproduktion).
- Kriya Therapeutics: Werk in Durham, NC (AAV-basierte Gentherapien für chronische Erkrankungen).
- Kyowa Kirin: Anlage in Sanford, NC (biotechnologische Wirkstoffe für seltene Krankheiten).
- Regeneron Pharmaceuticals: Standort in Saratoga Springs, NY (biotechnologische Wirkstoffe und sterile Injektionspräparate).
Für eine Teilnahme mussten Unternehmen eine neue
inländische Produktionsstätte vorschlagen, die entweder bestehende
Versorgungsengpässe behebt oder den Zugang zu Therapien für bisher ungedeckte
medizinische Bedürfnisse verbessert. Zudem war die Verpflichtung erforderlich,
einen entsprechenden Zulassungsantrag (NDA, BLA oder ANDA) einzureichen, der
auf die neue Anlage gestützt ist. Die FDA bewertete die Anträge anhand eines
Punktesystems, das die Art der Produkte, den Entwicklungsstand der Anlage, den
Zeitplan für den Markteintritt sowie Innovationen im Fertigungsprozess
berücksichtigte.