Auf der ganzen Welt werden aktuell rund 115 Forschungsprojekte zur Entwicklung eines Impfstoffs gegen das Corona-Virus durchgeführt. Bild: Rangizzz - Adobe Stock

Curevac lässt ab 2021 seinen Impfstoff in Amsterdam von Wacker produzieren. (Bild: Rangizzz - Adobe Stock)

| von Jona Goebelbecker

Die Vorbereitungen für den Produktionsstart in Amsterdam, für den Technologietransfer und die Testläufe haben bereits begonnen. Am Wacker-Standort sollen pro Jahr mehr als
100 Mio. Dosen des Impfstoffs hergestellt werden. Der Standort bietet Erweiterungsoptionen, so dass zukünftig auch ein steigender Bedarf gedeckt werden könne, teilte Wacker mit.

Zum Impfstoffkandidat von Curevac

Curevac begann mit der Entwicklung seines mRNA-Impfstoffkandidaten Covid-19 bereits im Januar 2020. Der Wirkstoff basiert auf optimierter, chemisch nicht modifizierter mRNA, die für das präfusionsstabilisierte Full Spike-Protein des Sars-CoV-2-Virus kodiert. Die klinischen Studien der Phase 1 und 2a von CVnCoV begannen im Juni bzw. September 2020. Die Zwischenergebnisse der klinischen Phase 1, die im November 2020 veröffentlicht wurden, zeigten, dass CVnCoV in allen getesteten Dosierungen im Allgemeinen gut verträglich war und zusätzlich zu den ersten Anzeichen einer T-Zellen-Aktivierung starke Antikörperreaktionen auslöste. Die Qualität der Immunreaktion war vergleichbar mit der von genesenen Covid-19-Patienten und ähnlich wie nach einer natürlichen Infektion.

„Wir sind stolz darauf und hoch motiviert, gemeinsam mit Curevac einen Beitrag im Kampf gegen die Ausbreitung der Corona-Pandemie zu leisten“, so Rudolf Staudigl, Vorstandsvorsitzender von Wacker. Wacker Biotech bündelt als CDMO-Dienstleister (Contract Development and Manufacturing Organization) die Aktivitäten des Konzerns im Bereich Biopharmazeutika. Am Standort Amsterdam werden seit 20 Jahren Impfstoffe für die klinische Entwicklung wie auch die kommerzielle Versorgung hergestellt. Das Portfolio reicht von klassischen Lebend- und Totimpfstoffen über proteinbasierte Impfstoffe bis hin zu Polysaccharid- und Glykokonjugatimpfstoffen. In den vergangenen Monaten hat Wacker in den Standort investiert und Vorbereitungen getroffen, um auch mRNA-basierte Impfstoffe herstellen zu können.

Europäisches Produktionsnetzwerk für Impfstoff

Dr. Florian von der Mülbe, Chief Production Officer von Curevac, ergänzte: „Mit Wacker haben wir einen engagierten und sehr erfahrenen Partner für die Produktion unseres Impfstoffkandidaten in den Niederlanden gefunden.“ Curevac baut mit mehreren CDMO-Partnern ein integriertes europäisches Netzwerk zur Herstellung von Impfstoffen auf. Mit dieser Strategie wird das Unternehmen die bereits bestehende Herstellungskapazität für den Kandidaten CVnCoV auf bis zu mehrere hundert Mio. Dosen pro Jahr erhöhen. Durch die Zusammenarbeit mit mehreren Partnern will das Unternehmen potenzielle Risiken in der Lieferkette sowie bei den wichtigsten Schritten des Herstellungsprozesses mindern. (jg)

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