Geldscheine aus denen Tabletten fallen

(Bild: avarand - Fotolia)

Die weltweite Pharmabranche konnte ihre Umsätze stark durch die Pandemie ankurbeln, woran auch viele deutsche Unternehmen beteiligt waren. Das ist Anlass genug sich einige Konzerne und ihren Ursprung hierzulande mal abseits der Covid-19-Thematik anzusehen – und sie gleich auch noch aufsteigend nach ihrem Umsatz im Jahr 2021 zu sortieren.

Wenn Sie sich tiefergehend mit der Produktion im Pharmabereich auseinandersetzen möchten, haben wir hier einen Grundlagenartikel zur Good Manufacturing Practice (GMP), hier zu Containment-Richtlinien und was das ist sowie hier eine Zusammenfassung welche Schritte ein Impfstoff bis zur Zulassung durchlaufen muss.

Platz 7: Sartorius - Laborbedarf made in Göttingen

Auf Platz 7 ist Sartorius, das Göttinger Unternehmen für biopharmazeutische Forschung und Industrie, mit einem Umsatz 2021 von 4 Mrd. Euro. Angefangen hat es 1870 mit einer Feinmechanischen Werkstatt in der Florenz Sartorius Analysenwaagen baute. Über die Jahrzehnte hat der Konzern sein Portfolio breiter gefächert und auch weiteren Laborbedarf produziert. Durch das akquirieren anderer Unternehmen, die im Bereich Biotechnologie tätig sind sowie den Verkauf der Sparte Industrial Technologies fokussiert Sartorius sich jetzt auf die Kerngeschäfte Bioprozess und Labor.

Zur Fokus-Seite "Containment"

Fachartikel, Produkte und Nachrichten zum Thema "Containment" finden Sie hier in unserem Themenschwerpunkt.

Über diesen Link gelangen Sie direkt zum Übersichtsartikel "Was versteht man unter Containment?" mit vielen weiterführenden Links und Informationen.

Platz 6: B. Braun - ehemaliger Versandhandel für Heilkräuter

Davor auf Platz 6 landet der Medizintechnik-Produzent B. Braun mit einem Umsatz 2021 von 7,9 Mrd. Euro. Dessen Geschichte begann 1839 mit der Rosenapotheke in Melsungen, einer Kleinstadt in Hessen, die Julius Wilhelm Braun damals für 14.000 Taler erwarb. Der Unternehmer begann zunächst einen Versandhandel für Heilkräuter, der dann von seinem ältesten Sohn Bernhard Braun um andere Produkte wie Migränestifte und Pflaster erweitert wurde. Aus dieser Zeit stammt übrigens auch der heutige Name B. Braun – es steht für Bernhard Braun, der das Unternehmen unter diesem Namen 1867 ins Handelsregister eintragen ließ.

Platz 5: Biontech - Deutschland, ein Impfstoff-Märchen

Biontech ist Umsatz-technisch der Newcomer des Jahres – das Unternehmen steigt direkt auf Platz 5 unseres Rankings ein, mit einem Umsatz 2021 von 18,9 Mrd. Euro. Als Vergleich: 2020 lag der Umsatz des deutschen Biotech-Unternehmens noch bei 482 Mio. Euro. Ähnlich in die Höhe geschossen wie die Umsätze des Unternehmens ist auch seine Bekanntheit. Obwohl Prof. Dr. Ugur Sahin, Prof. Dr. Özlem Türeci und Prof. Dr. Christoph Huber Biontech bereits 2008 gegründet haben, hat ihr Unternehmen und ihre Mission, individualisierte Therapien auf mRNA-Basis vornehmlich für Krebs zu entwickeln, erst Ende 2020 in der breiten Bevölkerung Gehör gefunden.

Pillen im Einkaufswagen
(Bild: Birgit Reitz-Hofmann - Fotolia)

Platz 4: Merck - von Displays bis klinische Diagnostik

Auf Platz 4 hat es das Darmstädter Pharma- und Chemieunternehmen Merck geschafft. Der Konzern hat im letzten Jahr 19,7 Mrd. Euro erwirtschaftet. Seine Wurzeln gehen 350 Jahre zu einer Apotheke zurück, die der Namensgeber Friedrich Jacob Merck in den 1660er Jahren übernahm. Bis heute ist der Konzern mehrheitlich im Besitz seiner Nachkommen, aber gliedert sich mittlerweile in die Bereiche Healthcare, Life-Science und Electronics.

Frau im Kittel die durch ein Mikroskop schaut
(Bild: WavebreakmediaMicro - Fotolia)

Platz 3: Boehringer-Ingelheim - Gesundheit für Mensch und Tier

Die unterste Stufe des Siegertreppchens Platz 3 besteigt Boehringer-Ingelheim mit einem Umsatz 2021 von 20,6 Mrd. Euro – damit verzeichnet der Konzern weniger Umsatz als 2020 mit 22,3 Mrd. Euro. Albert Boehringer gründete das pharmazeutische Unternehmen 1885 in Ingelheim am Rhein. Seinen Geburtsort hat der Hauptsitz des Unternehmens jedoch nicht verlassen. Mittlerweile erforscht und entwickelt der Konzern weltweit Arzneimittel und konzentriert sich dabei auf Therapien, die das Leben der Patienten verlängern können. In der Tiergesundheit beschäftigt sich Boehringer Ingelheim vornehmlich mit der Prävention.

Sie können von Rankings nicht genug bekommen?

Hand, von Mensch im Anzug die auf durchsichtiges Display klickt mit der Anzeige Top 10
(Bild: Duncan Andison - stock.adobe.com)

Für diejenigen, die schon jetzt mehr wollen, haben wir hier andere beliebte Rankings unserer Webseite verlinkt - schauen Sie doch auch vorbei bei:

Platz 2: Fresenius - ganzheitlicher Ansatz: Medikamente und Krankenhäuser

Der Gesundheitskonzern Fresenius schafft es auf Platz 2, mit einem Umsatz 2021 von 38,9 Mrd. Euro. Er wurde 1912 vom Apotheker Dr. Eduard Fresenius gegründet, der zu diesem Zeitpunkt bereits eine Apotheke in Frankfurt führte. Deren Laboratorium erweiterte er zu einem kleinen Produktionsbetrieb. 1933 wird die Produktionsfirma von der Apotheke getrennt und nach Bad Homburg verlegt, dort ist bis heute der Hauptsitz. Mittlerweile ist der Konzern in vier Bereiche eingeteilt, die Produkte und Dienstleistungen für die Dialyse, das Krankenhaus und die ambulante Versorgung anbieten. Das schließt auch private Krankenhäuser mit ein.

Tablettenpackungen, Thermometer, Spritze
(Bild: Alexander Yakovlev - Fotolia)

Platz 1: Bayer - Aspirin, Glyphosat und Co.

Auf Platz 1 der deutschen Pharmabranche ist wenig überraschend Bayer. Mit einem Umsatz 2021 von 44,1 Mrd. Euro konnte sich das Unternehmen trotz des andauernden Glyphosat-Rechtsstreits an die Spitze des Rankings setzen. Übrigens hat es der Konzern ebenfalls ins weltweite Ranking der Pharmabranche geschafft, auf welchen Platz können Sie hier nachlesen. Gegründet wurde Bayer 1863 in Barmen, einem heutigen Stadtteil von Wuppertal, um synthetische Farbstoffe herzustellen und zu verkaufen. Bis 1912 war in Wuppertal auch der Hauptsitz des Unternehmens, der danach aus Expansions-Gründen nach Leverkusen verlegt wurde, wo er noch heute ist.

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