Hand mit Grafik eines Luftfilters und Haus mit Energieeffizienzklassen Skala

Energieeffizienklassen entscheiden über die Betriebskosten einer Luftfilteranlage. (Bild: Camfil)

Die wichtigste Aufgabe eines Luftfilters ist die Beseitigung von Partikeln und Schadstoffen in der Luft, um für gute Raumluft zu sorgen und die Gesundheit von Menschen im Inneren von Gebäuden zu schützen. Wenn Außenluft oder Abluft aus Prozessen oder in Produktionshallen nicht wirksam gefiltert und gereinigt wird, besteht die Gefahr, dass die Raumluft eine große Menge an schädlichen Partikeln enthält, die ihren Weg in die Atemwege und den Kreislauf der Menschen im Inneren von Gebäude finden. Diese Partikel und andere Substanzen können sich mit den bereits im Gebäude vorhandenen Partikeln in der Luft verbinden und noch schädlicher werden, sodass die Luftverschmutzung in geschlossenen Räumen um ein Vielfaches gefährlicher ist als im Freien.

Um das zu vermeiden, ist es wichtig, ein gesundes Raumklima aufrechtzuerhalten und die richtige Wahl bei Luftfilterlösungen zu treffen. Mit steigenden Energiepreisen und immer strengeren Anforderungen an die Reduzierung der CO₂-Emissionen rückt der Energieverbrauch durch Luftfilter in den Mittelpunkt des Interesses des Gebäudemanagements.

Gesamtbetriebskosten beachten

Bei der Auswahl des richtigen Luftfilters empfiehlt Filterhersteller Camfil, die Gesamtbetriebskosten (Total Cost of Ownership – TCO) eines Luftfilters zu berücksichtigen. Der Begriff Gesamtbetriebskosten bezeichnet ein strukturiertes Vorgehen bei der Berechnung der Kosten, die mit dem Kauf und dem Einsatz eines Produktes verbunden sind. Beim Einsatz eines Luftfilters verteilen sich die Kosten auf den Energieverbrauch, die Anschaffungskosten, die Wiederbeschaffung und Arbeits- sowie Entsorgungskosten.

Nur 15 Prozent der Betriebskosten eines Luftfilters betreffen dessen Anschaffung, während 70 Prozent allein für dessen Energieverbrauch aufgewendet werden müssen. Dieser entsteht durch das Ventilatorsystem einer Lüftungsanlage, mit dem die Luft ins Innere von Gebäuden und durch den Luftfilter bewegt wird. Der Luftfilter sorgt für einen Widerstand in der Lüftungsanlage, wodurch ein Druckabfall entsteht. Je höher der Druckabfall, desto stärker muss der Ventilator arbeiten. Luftfilter, die einen geringen Widerstand über die Lebensdauer aufrechterhalten können, wirken sich positiv auf den Energieverbrauch aus. Bei der Auswahl geeigneter Luftfilter lohnt sich der Blick auf die Lebenszyklus- und Energiekosten, um den Energieverbrauch zu senken und Energieeinsparpotenziale zu nutzen.

Luftfilter sind in der Gebäudetechnik innerhalb der Lüftungsanlage integriert und tragen zum optimalen Betrieb des Ventilatorsystems bei. Sie sind im Gegensatz zu anderen Komponenten innerhalb des Lüftungssystems so konzipiert, dass sie relativ einfach ausgetauscht werden können und somit bei der Umrüstung auf Luftfilter mit niedrigem Energieverbrauch das Investitionsbudget nicht übermäßig belasten.

Energieeffizienz mit Eurovent

Das Eurovent-System ermöglicht eine objektive Klassifizierung von Luftfiltern anhand der Energieeffizienz. Damit ist es einfach, den Luftfilter mit dem niedrigsten Energieverbrauch in Abhängigkeit seiner Filtereffizienz nach ISO 16890 zu finden. Je nach Energieverbrauch über die Lebensdauer werden Luftfilter zwischen A+ und E klassifiziert, wobei A+ die beste Bewertung mit dem niedrigsten Energieverbrauch ist. Durch dieses einheitliche Bewertungssystem ist es Anwendern möglich, verschiedene Luftfilter auf dem Markt zu vergleichen und so die beste Lösung für ihre Anforderung zu finden.

Die Klassifizierung basiert auf dem global geltenden Standard ISO 16890 für Luftfilter für die allgemeine Raumlufttechnik. Luftfilter für allgemeine Lüftungsanlagen müssen einen vollständigen Testbericht nach ISO 16890 vorweisen können, um nach Eurovent bewertet zu werden. Betreiber sollten bei der Auswahl der richtigen Luftfilter auf Folgendes achten:

  • Ist der Lieferant nach Eurovent zertifiziert?
  • Findet sich das Label von Eurovent auf allen Produktverpackungen?
  • Wurden alle Luftfilter nach ISO 16890 geprüft und kann der Lieferant Prüfberichte vorlegen?

Lebenszykluskosten sorgen für Nachhaltigkeit

Um den Einfluss eines Luftfilters auf die Betriebskosten einer Lüftungsanlage während der gesamten Betriebsdauer zu verstehen, arbeitet Camfil mit Lebenszyklus-Kostenanalysen. Der Filterhersteller arbeitet mit einer eigens entwickelten Software zur Berechnung von Lebenszykluskosten, die auf mehr als 20 Jahren Erfahrung und Datenanalyse zurückgreift. Eine Reihe hochwertiger Analysen zeigt, wie Luftfilter den Energieverbrauch in Lüftungsanlagen direkt beeinflussen. Als Ergebnis legt der Anbieter ausführliche LCC-Analyseberichte vor. Der Vergleich unterschiedlicher Szenarien, zum Beispiel den Einsatz von Luftfiltern mit niedrigem Energieverbrauch, macht Einsparungen bei Energiekosten, Arbeits- und Abfallkosten direkt sichtbar.

Durch effiziente Filtermedien und optimiertes Design weisen Luftfilter von Camfil eine niedrige Druckdifferenz über die gesamte Lebensdauer auf, sodass die Ventilatoren einer HLK-Anlage weniger arbeiten müssen, um einen konstanten Luftstrom aufrechtzuhalten. Außerdem wird die Häufigkeit eines Filterwechsels reduziert. Das bedeutet weniger Luftfilter, weniger Aufwand, weniger Abfall und somit die niedrigsten Gesamtbetriebskosten. Dadurch gehören die Luftfilter zu den energieeffizientesten am Markt.

Entscheider-Facts

  • Luftverschmutzung kann ernsthafte Gesundheitsprobleme verursachen. Belüftungsanlagen von Betriebsräumen müssen darum auch geeignete Luftfilter enthalten, um die Schadstoffbelastung von Außenluft oder zirkulierter Luft ausreichend niedrig zu halten.
  • Luftfilter sind vergleichsweise günstig in der Anschaffung, dagegen macht der Betrieb einer Filteranlage einen großen Teil der Investitionskosten aus.
  • Nach ISO 16890 klassifizierte und möglichst nach Eurovent als energieefizient zertifizierte Filter senken den Energiebedarf und damit die laufenden Kosten deutlich.

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