Kooperation in der Kosmetikbranche

Wacker und Amyris entwickeln biobasierte Inhaltsstoffe für Personal Care

Wacker Chemie und der US-Biotechnologie-Pionier Amyris haben eine verstärkte Zusammenarbeit vereinbart, um biobasierte funktionelle Ausgangsstoffe für Kosmetik und Körperpflegeprodukte zu entwickeln.

Die beiden Unternehmen bündeln die Expertise von Wacker in Silikonchemie mit moderner Präzisionsfermentation von Amyris. Fokus der Partnerschaft liegt auf der systematischen Evaluierung und Entwicklung biobasierter Substanzen für innovative Personal-Care-Anwendungen. Wacker erweitert durch diese Kooperation sein Silikonportfolio gezielt um biobasierte Rohstoffe. Dabei treffen zwei Kompetenzfelder aufeinander: Amyris verfügt über eine mehr als 20-jährige Expertise in der biologischen Chemie und nutzt genetisch maßgeschneiderte Mikroorganismen, um nachwachsende Rohstoffe mittels Präzisionsfermentation in Hochleistungsmoleküle zu verwandeln. Wacker wiederum bringt seine langjährige Erfahrung als Hersteller von Silikonspezialitäten sowie in der Formulierung und industriellen Fermentation ein.

Im Mittelpunkt der Zusammenarbeit steht die Erschließung des funktionellen Potenzials biobasierter Moleküle durch gezielte Weiterverarbeitung. „Wir untersuchen derzeit, ob wir mit bestimmten Grundstoffen von Amyris unser Personal-Care-Portfolio gezielt erweitern und ergänzen können“, erklärt Ian Moore, Leiter des Bereichs Consumer & Healthcare bei Wacker. Dabei wird auch geprüft, inwieweit sich diese Rohstoffe in bestehende Produktionsstrukturen integrieren lassen.

Für Amyris sind insbesondere die globalen Vertriebsstrukturen und die anwendungstechnische Expertise von Wacker von Bedeutung. Lisa Roessle, Marketing- und Vertriebsleiterin bei Amyris, betont, dass die Kombination der Stärken beider Partner eine einzigartige Basis schaffe, um Innovationen der erneuerbaren Biochemie in hochwirksame und skalierbare Kosmetikwirkstoffe umzusetzen. Die verstärkte Kooperation ist eine Reaktion auf die steigende Nachfrage nach nachhaltigen Konsumgütern. Aktuelle Studien prognostizieren für biobasierte Kosmetika ein stärkeres Wachstum als für konventionelle Produkte.