Deutsche Unternehmen arbeiten bei der Impfstoff-Produktion hierzulande zusammen. (Bild: Curevac)

Die Zusammenarbeit ist zwischen Curevac und Bayer ist offensichtlich auch auf Initiative der Politik zustande gekommen. „In Gesprächen mit der Bundesregierung ist deutlich geworden, dass die Verfügbarkeit von Impfstoffen weiter erhöht werden muss“, erklärte Bayer-Vorstand und Leiter der Division Pharmaceuticals Stefan Oelrich. Das gelte insbesondere auch für potenzielle Varianten des Coronavirus, wie sie derzeit in verschiedenen Mutationen auftreten.

Bayer steigt erstmals in Impfstoff-Produktion ein

Vor diesem Hintergrund sollen nun die Produktionskapazitäten sowie die damit verbundene Fertigungskompetenz in Deutschland ausgebaut werden. Dafür steigt der Bayer-Konzern erstmals in seiner Geschichte in die Impfstoff-Produktion ein. 2022 will das Unternehmen 160 Mio. Dosen des Curevac-Impfstoffs herstellen. Der erste Impfstoff aus dieser Produktion sei möglicherweise sogar schon Ende dieses Jahres verfügbar.

Bereits Anfang Januar hatten Bayer und Curevac eine „Impfstoff-Allianz“ angekündigt. Damals war aber noch keine konkrete Zusammenarbeit bei der Produktion getroffen worden. Seither habe man bei Bayer geprüft, „inwieweit wir einen zusätzlichen Beitrag auch zur Fertigung des Impfstoffs leisten können“. Diese Prüfung verlief nun positiv.
Stattfinden soll die Impfstoff-Produktion am Bayer-Standort-Wuppertal.

Rentschler produziert 100 Mio. Dosen in Laupheim

Fast zeitgleich mit Bayer kündigte auch der Auftragshersteller Rentschler Biopharma an, Curevac bei der großvolumigen Herstellung der mRNA für den Impfstoffkandidaten zu unterstützen. Am Standort Laupheim will Rentschler neben der Produktion des aktiven pharmazeutischen Wirkstoffs (API) und dessen Aufreinigung auch die pharmazeutische Formulierung übernehmen.

Die Unternehmen hätten bereits im November 2020 eine vertragliche Vereinbarung über diese Zusammenarbeit getroffen und mit dem Einrichten entsprechender Produktionslinien begonnen. Derzeit würden die Herstellungsprozesse getestet und optimiert, um eine maximale mRNA-Ausbeute zu erzielen. Es wird erwartet, dass in Laupheim pro Jahr mehr als 100 Mio. Dosen des CureVac-Impfstoffes hergestellt werden können.

Insgesamt will Curevac bis 2022 mehr als eine Milliarde Einheiten seines mRNA-Impfstoffs produzieren. Dafür hat das Unternehmen bereits zuvor sein Fertigungsnetzwerk ausgebaut. So stellt etwa auch der Wacker-Konzern Impfstoff für das Biotech-Unternehmen her.

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