Bayer-Kreuz bei Nacht

(Bild: Bayer)

Ziel der Vereinbarung ist es, den Konzern in Deutschland in den kommenden Jahren strategisch weiterzuentwickeln und so die Basis für nachhaltiges Beschäftigungswachstum ab 2025 zu schaffen. Das Zukunftskonzept beinhaltet Investitionszusagen und soll eine zukunftsfähige Perspektive für die Beschäftigten am Heimatstandort Deutschland schaffen. Zu den geplanten Investitionen zählen die Einrichtung von Kompetenzzentren („Hubs“) für innovative Forschungsmethoden und digitale Technologien, die Modernisierung von Produktionsanlagen sowie eine intensivere Vernetzung mit Hochschulen und Start-ups.

Oliver Zühlke, Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats der Bayer AG, erklärte dazu: „Das Zukunftskonzept markiert eine Trendwende und rückt den Heimatstandort Deutschland wieder stärker in den Fokus – mit substanziellen Zusagen zur Weiterentwicklung der deutschen Standorte und Investitionen in Zukunftstechnologien und damit in Zukunftsarbeitsplätze. Wir geben den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in Deutschland damit dringend benötigte Orientierung und schaffen die Basis für eine wettbewerbsfähige, nachhaltige und wachsende Beschäftigung in Deutschland.“

„Deutschland ist nicht nur die Heimat von Bayer, sondern nach wie vor ein bedeutender Forschungs-, Produktions- und Verwaltungsstandort mit über 23.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern“, erklärte Sarena Lin, Arbeitsdirektorin und Mitglied des Vorstands. „Unsere Vision 'Health for All, Hunger for None' lässt sich nur mit ständiger Innovation verwirklichen. Von Deutschland aus wollen wir die globale Wettbewerbsfähigkeit von Bayer stärken und den Konzern dabei unterstützen, seine Wachstumsziele zu erreichen. Dazu werden wir in den kommenden Jahren umfangreich in innovative Geschäftsmodelle, Zukunftstechnologien, moderne Anlagen und vor allem in unsere Mitarbeiter investieren.“

Fokus auf Zukunftstechnologien

Das Zukunftskonzept enthält ein klares Bekenntnis zu einem integrierten Unternehmen mit seinen drei Divisionen Crop Science, Pharmaceuticals und Consumer Health und legt klare Zielbilder für alle Divisionen und die Funktionsbereiche des Unternehmens fest, die auch in Zukunft eine zentrale Rolle für die Weiterentwicklung des Unternehmens spielen sollen.

In Monheim, dem globalen Hauptsitz der Division Crop Science, soll ein „Life Hub“ entstehen, der Bayer stärker mit seinem lokalen Innovationsumfeld verbindet und die Generierung innovativer Ansätze und Geschäftsmodelle fördert. Bis 2026 plant die Division an ihren Standorten in Dormagen, Frankfurt/Main und Knapsack überdies Investitionen in Digitalisierung, innovative Produktionsmethoden und zukunftsfähige Technologien in Höhe von ca. 385 Mio. Euro. Fast 300 Mio. Euro fließen im selben Zeitraum zusätzlich in Sachinvestitionen an den Standorten Frankfurt und Monheim.

Die Division Pharmaceuticals ist mit ihrer Berliner Zentrale, vier großen Standorten sowie ihren Tochtergesellschaften ebenfalls stark in Deutschland verankert. Das Zukunftskonzept sieht vor, dass der Großteil der Belegschaft in der Forschung und Entwicklung auch weiterhin in Deutschland beheimatet sein soll. Ein signifikanter Teil der bis 2025 geplanten Neueinstellungen soll hier erfolgen. Im Mittelpunkt stehen Wachstumsfelder wie Biotechnologie, insbesondere die Zell- und Gentherapie, und Data Science. Die deutschen Forschungsstandorte in Berlin und Wuppertal werden modernisiert und ausgebaut.

An den Produktionsstandorten von Pharmaceuticals in Bergkamen, Berlin, Leverkusen, Weimar und Wuppertal sollen in den kommenden Jahren strategische Investitionen in einer Größenordnung von mehr als 1,4 Mrd. Euro in innovative Technologien, neue Produktionsanlagen und Digitalisierung erfolgen. Darüber hinaus wird Pharmaceuticals weiter signifikant in Ausbau und Entwicklung von Künstlicher Intelligenz, Data Science oder Multi-Channel-Marketing investieren. Um Grundlagenforschung schneller in marktreife Produkte zu übersetzen will Bayer die Zusammenarbeit mit Wissenschaftseinrichtungen und Technologie-Netzwerken, mit Partnerinstitutionen und Start-ups weiter vorantreiben, um ein Ökosystem zu schaffen, das den schnellen und direkteren Zugang zu Innovationen ermöglicht, was wiederum Chancen für neue Beschäftigung in Deutschland bietet.

Für die Division Consumer Health ist der Unternehmensstandort Deutschland ein „Creative Hub“ in Europa, in dem Marketing- und Vertriebskonzepte für ganz Europa entwickelt werden. Bis 2025 soll Deutschland zum europäischen Hub der Division im Bereich e-Commerce werden. Darüber hinaus wird auch Consumer Health weiterhin erheblich seine deutschen Standorte in Bitterfeld, Darmstadt und Grenzach investieren, so die entsprechende Vereinbarung in der Konzernbetriebsvereinbarung. Der Schwerpunkt der Investitionen in Höhe von rund 120 Mio. Euro in den kommenden vier Jahren liegt unter anderem in den Bereichen Digitalisierung, Smart-Factory-Technologien sowie der Weiterbildung der Beschäftigten.

Aufbau eines „Digitalen Innovationszentrums“

Bayer wird weiterhin einen Fokus auf neue Technologien und digitale Fähigkeiten legen, um die digitale Transformation des Unternehmens voranzutreiben. Als eine konkrete Maßnahme wird im Jahr 2022 mit dem Aufbau eines „Digitalen Innovationszentrums“ in Deutschland begonnen. Erste Schwerpunkte werden die Erarbeitung und breite Anwendung von fortgeschrittenen KI-Technologien und die Weiterentwicklung von robotergestützter Prozessautomatisierung für Bayer sein. Hierbei steht unter anderem eine enge Zusammenarbeit mit dem Life Hub in Monheim im Fokus.

Die Überwachung und Beratung zur Umsetzung des Zukunftskonzepts wird die Zukunftskommission übernehmen, der Vertreterinnen und Vertreter der Arbeitgeber- und Arbeitnehmerseite angehören und die von Arbeitsdirektorin Sarena Lin und dem Vorsitzenden des Gesamtbetriebsrates Oliver Zühlke geleitet wird. Konkret wird es darum gehen Impulse dafür zu entwickeln, wie zukünftige Forschungs- und Entwicklungsschwerpunkte, Innovationen, Technologien, Produkte und Dienstleistungen in Deutschland weiterentwickelt werden können. Zudem geht es auch um die Mitgestaltung des regulatorischen Umfelds, also z.B. um die Frage, wie die Transformation zu einer sozial-ökologischen Marktwirtschaft in Deutschland erfolgreich gestaltet werden kann.

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