Effizienteres Herstellen biopharmazeutischer Therapien

Merck erwirbt Chromatographie-Geschäft von JSR Life Sciences

Merck hat den Kauf des Chromatographie-Geschäfts vom US-Unternehmen JSR Life Sciences abgeschlossen. Damit will der Darmstädter Konzern sein Downstream-Processing-Portfolio erweitern.

Person mit Pipette und Schutzkleidung arbeitet an einem Labortisch
Den Kauf hatten die Geschäftspartner im Herbst 2025 angekündigt.

Mit der Akquisition baut Merck sein Portfolio für das Downstream-Processing um Produkte und Technologien auf dem Gebiet der Protein-A-Chromatographie aus. Das Portfolio soll dazu beitragen, biopharmazeutische Therapien noch effizienter und skalierbarer herzustellen, einschließlich monoklonaler Antikörper. Den Kauf hatten die Geschäftspartner im Herbst 2025 angekündigt.

Die Protein-A-Chromatographie ist von zentraler Bedeutung, um monoklonale Antikörper und therapeutische Proteine aufzureinigen, die zum Behandeln von Krebs- und Autoimmunerkrankungen sowie Infektionskrankheiten zum Einsatz kommen. Das Aufreinigungsverfahren erzielt nicht nur eine hohe Reinheit und verbessert die Arzneimittelsicherheit – auch die Geschwindigkeit und Zuverlässigkeit der Produktion können dadurch gesteigert werden. Die Technologie trägt demnach dazu bei, dass Patienten schneller Zugang zu lebenswichtigen Therapien erhalten.

Das in Belgien angesiedelte Chromatographie-Geschäft von JSR Life Sciences beschäftigt mehr als 50 Mitarbeitende und beliefert Pharma- und Biopharma-Hersteller weltweit mit seinen Chromatographie-Lösungen. „Mit unserem erweiterten Protein-A-Angebot helfen wir Kunden, Prozesskonsistenz zu stärken, unterstützen eine zuverlässige Produktion im großen Maßstab und können so den Zugang zu wichtigen Therapien beschleunigen“, sagte Sebastián Arana, Leiter Process Solutions im Unternehmensbereich Life Science des Darmstädter Konzerns.